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Wen wählen die Wähler? Im Politik-Skat sind (von links) die Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke (FDP), Guido Wolf (CDU), Nils Schmid (SPD) und Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen) zu sehen.
Im Politik-Skat sind (von links) die Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke (FDP), Guido Wolf (CDU), Nils Schmid (SPD) und Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen) zu sehen. © dpa
26.02.2016

Alle Ergebnisse der PZ-Wahlumfrage exklusiv für PZ-news-Abonnenten

Die Zahl löst im einen Lager Freude aus, im anderen Entsetzen: 30. So groß ist der prozentuale Anteil der Wähler, die derzeit die Grünen wählen würden. Ebenso viele würden bei der Landtagswahl am 13.März für die CDU stimmen – führende CDU-Politiker bezeichneten das am Freitag als eine „Katastrophe“.

Das Umfrageinstitut Forsa hatte für die repräsentative Erhebung im Auftrag von „Pforzheimer Zeitung“, „Eßlinger Zeitung“, „Ludwigsburger Kreiszeitung“ und „Reutlinger General-Anzeiger“ in der Zeit vom 16. bis zum 22. Februar 1069 Wahlberechtigte befragt. Demnach kommt die SPD auf 16 Prozent, die AfD auf elf, die FDP auf sechs. Forsa-Chef Manfred Güllner macht für die Verluste der CDU, die vor fünf Jahren mit Stefan Mappus noch 39Prozent erreicht hatte, vor allem Spitzenkandidat Guido Wolf verantwortlich, der ein schwaches Bild abliefere. Gleichzeitig übe Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) einen unwiderstehlichen Sog auf viele Wähler aus.

Offiziell gibt sich die CDU gelassen, CDU-Generalsekretärin Katrin Schütz und CDU-Wahlkampfleiter Thorsten Frei sagten: „Uns war immer klar, dass es ein enges Rennen geben und dass der Weg bis zum 13. März nicht einfach wird.“ Die CDU habe aber alle Chancen auf eine von ihr geführte Landesregierung. Inoffiziell sind indes erste Absetzbewegungen von Spitzenkandidat Wolf kaum zu überhören. Unter der Hand heißt es beispielsweise, Wolf könne nicht mitreißen.

Dafür wittert die SPD Morgenluft, Spitzenkandidat Nils Schmid sprach davon, dass seine Partei den Negativtrend gebrochen habe. Tatsächlich hat sie laut Umfrage gerade mal 16 statt bislang 15 Prozent erreicht. Die Ansprüche sind klein geworden. Groß bleibt nur die Spannung.

Die gesamte Wahlumfrage mit zahlreichen Infografiken gibt es hier exklusiv für PZ-Plus-Leser sowie am Samstag in der "Pforzheimer Zeitung".

Die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH befragte im Auftrag der Esslinger Zeitung, Ludwigsburger Kreiszeitung, Pforzheimer Zeitung und des Reutlinger Generalanzeigers 1069 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Wahlberechtigte in Baden-Württemberg zwischen dem 16. und 22. Februar 2016. Die Ergebnisse sind repräsentativ.