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Wo ihre Wurzeln liegen, hat Liane Leibe bis vor wenigen Jahren nicht gewusst. Foto: Seibel
Wo ihre Wurzeln liegen, hat Liane Leibe bis vor wenigen Jahren nicht gewusst. Foto: Seibel
04.09.2015

Als Baby adoptiert: Pforzheimerin findet Halbgeschwister wieder

Pforzheim. Ich hatte eine glückliche Kindheit, tolle Eltern. Mir ist es gutgegangen“, sagt Liane Leibe, wenn sie sich an ihre Jugend in Leipzig erinnert. An das Aufwachsen bei ihren Adoptiveltern. Ihre leibliche Mutter war Deutsche, hatte in Polen gelebt. Im Krieg floh sie mit ihren beiden kleinen Söhnen zu ihrer Schwester in Leipzig. Während ihr Mann in englischer Kriegsgefangenschaft war, wurde die junge Frau Opfer einer Vergewaltigung. Und schwanger. Als ihr Mann die Familie nach England holte, machte sich die junge Frau mit ihren Söhnen auf in ein neues Leben und ließ ihre Tochter zurück. Nun haben Lianes Leibes Halbgeschwister sie über den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ausfindig gemacht – für die 68-Jährige ein großes Glück.

„Als ich wusste, wer mich sucht – das war ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt Leibe. Einer ihrer Halbbrüder sei mittlerweile gestorben. Die übrigen beiden Geschwister hätten sich sofort nach dem Hinweis auf die Suche nach der Wahrheit gemacht. Und fanden dabei ihre Halbschwester Liane. „Meine Schwester hat es anfangs nur schwer verkraftet“, sagt diese. „Sie hatte ein enges Verhältnis zur Mutter und konnte nicht verstehen, warum sie das verheimlichte.“

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