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Mehrere Hundert Liter Ammoniak-Wasser sind aus einem Leck im Heizkraftwerk Pforzheim ausgelaufen. Jetzt muss die Feuerwehr Pforzheim einen Weg finden, das stechend riechende Wasser in den Ursprungstank zurückzupumpen oder zu entsorgen. Die Feuerwehrleute können das nur mit Chemieschutzanzügen bewältigen. © Ketterl
Wird der Ammoniak-Einsatz am Pforzheimer Heizkraftwerk wieder so ein stundenlanger Großeinsatz wie vor wenigen Tagen an der gegenüber liegenden Eislaufhalle? © Archivbild Seibel
14.12.2012

Ammoniak-Wasser läuft im Heizkraftwerk Pforzheim aus

Schon wieder ein Gasalarm beim Enzauenpark. Dieses Mal aber ist es nicht in der St.-Maur-Halle, die im November zweimal kurz hintereinander Ziel eines Großeinsatzes der Pforzheimer Feuerwehr war, sondern das gegenüber liegende Heizkraftwerk. Dieses Mal ist das Ammoniak nicht direkt als Gas ausgetreten, sondern mehrere Hundert Liter Ammoniak-Wasser, das aber den gleichen stechenden Geruch verströmt.

Bildergalerie: Ammoniak-Unfall im Pforzheimer Heizkraftwerk

Bildergalerie: Erneuter Ammoniak-Austritt in Pforzheimer Eislaufhalle

Stundenlang war beim ersten Ammoniak-Austritt aus der Kühlanlage des Eislaufzentrums die Feuerwehr damit beschäftigt, das Leck zu finden und das Gas mit einer gesprühten Wasserwand zu binden und niederzuschlagen. Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Illingen mussten mit einem Messwagen aushelfen. Dieses Mal ist von etwa 14 Uhr an aufgrund eines technischen Defekts zu viel Ammoniak-Wasser in einen Behälter geflossen. Die übergelaufene Lösung wurde vollständig innerhalb des Betriebsbereichs in einer dafür vorgesehenen Auffangwanne zurückgehalten. Von dort muss es abgepumpt und in spezielle Behälter umgefüllt werden. Die aufgefangene Ammoniaklösung wird intern weiterverwendet und muss nicht entsorgt werden.

Bildergalerie: Feuerwehr muss Ammoniak stundenlang mit Wasser binden

Bildergalerie: Ammoniakunfall in St.-Maur-Halle: Großeinsatz der Feuerwehr

Im Außenbereich war der typische stechende Geruch deutlich wahrnehmbar. Von der Feuerwehr durchgeführte Messungen konnten eine Gesundheitsgefahr aber ausschließen. So konnte der Absperrbereich verringert werden.

Trupps der Feuerwehr und ein Anlagentechniker des Betreibers gingen mit Chemikalienschutzanzügen in den betroffenen Bereich vor und konnten den weiteren Ammoniak-Austritt stoppen. Im Einsatz waren 43 Kräfte mit insgesamt 13 Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr und den Abteilungen Brötzingen-Weststadt, Dillweißenstein und Eutingen sowie ein Messfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr Illingen. Der Einsatz war um 17:15 Uhr beendet.