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SPD-Stadträtin Ellen Eberle und Peter Boch.
SPD-Stadträtin Ellen Eberle und Peter Boch. © PZ
19.07.2017

Amtseinführung: Peter Boch sagt Ja zu Ellen Eberle

Pforzheim. Die Kuh ist, scheint es, fast vom Eis: SPD-Stadträtin Ellen Eberle, mit 42 Rats- und 78 Lebensjahren dienstältestes Mitglied des Gemeinderats, darf trotz einer heiklen Aussage zur Polizei wohl die Pforzheimer Tradition fortsetzen und als Dienstälteste den neuen OB Peter Boch (CDU) vereidigen.

Darauf lassen mündliche Äußerungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Florentin Goldmann, schließen. Vor allem aber das, was Boch selbst sagt. Der frühere Polizist wird am 1. August ins Amt eingeführt. Und er stehe, so Boch gegenüber der PZ, „zu 100 Prozent hinter unserer Polizei“. Folgerichtig, dass er Ellen Eberles ursprüngliche Äußerung („Die Polizei war immer schon auf dem rechten Auge blind“, was sie selbst mittlerweile abgeschwächt hat und in ihrer ersten Empörung über einen Polizisten am Rand einer AfD-Veranstaltung gesagt und auf diesen Moment bezogen haben will) „weder gut noch richtig findet“. Insbesondere vonseiten einer Mandatsträgerin, wie sie es als Stadträtin sei. Doch sie habe eingesehen, dass sie übers Ziel hinausgeschossen sei, und er habe kein Problem damit, dass Eberle ihn ins Amt einführe. Boch: „Ich will einfach nur anfangen dürfen, in Pforzheim zu arbeiten.“

CDU-Fraktionschef Florentin Goldmann ist nach eigenen Worten grundsätzlich der gleichen Auffassung wie sein Parteifreund Gunther Krichbaum, der Bundestagsabgeordnete, und Hans-Ulrich Rülke, FDP-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender im Landtag: Ellen Eberles erste Aussage sei „ein Unding“, so Goldmann gegenüber der PZ. Eine so erfahrene Stadträtin hätte sich nicht zu solchen Äußerungen hinreißen lassen dürfen. Gleichwohl müsse man den Blick nach vorn richten. Wenn Eberle in der nächsten Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag ihre Pauschalverurteilung zurücknehme und sich entschuldige, sei für ihn die Sache erledigt. Einer Amtseinführung von Boch als OB durch die dienstälteste Stadträtin stehe dann nichts mehr im Weg.

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