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© Eickhoff
25.12.2015

An Heiligabend nicht allein: Das Hermann-Maas-Haus hilft

Weihnachten, das Fest der Nächstenliebe, zu dem auch Heiligabend zählt, den zahlreiche Menschen in Deutschland jährlich zu Hause alleine feiern müssen. Das Hermann-Maas Haus ermöglicht mit Hilfe der PZ-Aktion „Menschen in Not“ jedoch in Pforzheim schon seit Jahrzehnten hilfsbedürftigen und einsamen Besuchern einen besinnlichen Heiligabend.

„Gott sucht sich nicht die besonderen Menschen aus – sondern die ganz normalen, wie du und ich“, ermutigte Dekanin Christiane Quincke in ihrer Andacht die Gäste des Offenen Abends unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ der Diakonie Pforzheim.

„Viele Besucher nehmen sich Monate früher vor, heute Abend gehe ich zur Diakonie. Denn für viele von ihnen ist es das einzige Mal, dass sie mit jemandem zusammen an den Festtagen sind“, erzählte Sabine Jost, Geschäftsführerin der Diakonie. „Wir sind offen für alle. Die Mischung macht es an diesem Abend aus. In diesem Jahr haben wir versucht, alles etwas schlichter zu halten. Wir wollen eine gemütliche und ruhige Atmosphäre für die Besucher schaffen. Deshalb haben beim gemeinsamen Singen der Weihnachtslieder auch bewusst auf die Hintergrundmusik verzichtet. Es klang viel persönlicher.“

Der große Dank von Sabine Jost und Claus Spohn, Abteilungsleiter des Diakonischen Werks, gilt vor allem den rund dreißig Helfern, welche sich aus den Mitarbeitern der Diakonie, Ehrenamtlichen und Besuchern des Erwerbslosentreffs zusammensetzen und zum Teil schon seit Jahrzehnten mithelfen.

„Es ist nicht selbstverständlich dass sie hier an Heiligabend arbeiten, aber genau deshalb gehören sie für uns schon lange zur diakonischen Familie“, so Jost.

Für ein festliches Programm sorgte der Marionettenspieler Raphael Mürle und die Musiker Milan Kopriva und Martin Flasch mit Gesang und Gitarre. Auch Oberbürgermeister Gert Hager besuchte den Offenen Abend und betonte „das Weihnachten ein guter Zeitpunkt ist, einmal inne zu halten und miteinander und nicht gegeneinander zu sein“.

Für Ulrich Schudlach, der als ehrenamtlicher Helfer seit 25 Jahren dabei ist, sind Sachgeschenke schon lange nicht mehr wichtig. Die wertvollsten Geschenke zu Weihnachten sind für ihn ein freundliches Gespräch oder ein kurzer Augenkontakt im Hermann-Maas Haus. Er weist mit seinen Händen auf seine ehrenamtlichen Kollegen und den voll besetzten Saal und sagte: „Das ist das Weihnachten für mich“ und teilt das nächste Stück Kuchen aus.