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Am Tag nach Veröffentlichung seiner Kandidatur und der Nachwehen in Sachen Gestaltungsbeirat: Andreas Sarow im PZ-Gespräch.  Foto: Moritz 

Andreas Sarow will CDU-Landtagskandidat werden: Politischer Aktionskünstler und Merkel-Fan

Pforzheim. „Sehr positiv“ seien die Reaktionen auf seine Bewerbung um die CDU-Landtagskandidatur im Wahlkreis Pforheim bisher ausgefallen, sagt Stadtrat, Unternehmer und Aktionskünstler Andreas Sarow im PZ-Gespräch. Ihn habe jetzt kein Wort der Kritik an seinen gelegentlich unkonventionellen Aktionen wie dem Parken eines Lamborghini in der Fußgängerzone vor dem Rathaus oder seiner Veröffentlichen von Whirlpool-Bildern während einer Gemeinderatsklausur erreicht. Er habe damit jeweils Positionen bezogen und in Sachen Bäder mit dem von ihm maßgeblich mitgestalteten Bäderbeschluss Taten folgen lassen. Dies sei entscheidend.

Eine Wiederholung solcher Aktionen sei aber nicht geplant. „Sie haben ja ihre Wirkung erreicht“, sagt der 40-Jährige, der als landespolitisches Hauptthema die Wirtschaftspolitik und hier Verbesserungen zugunsten Pforzheims nennt. Auf seine politische Nähe zur früheren CDU-Landtagsabgeordneten Marianne Engeser angesprochen, sagte der im Oktober 2018 in die Partei eingetretene, aber nach eigenem Bekunden wegen Helmut Kohl und auch Angela Merkels „Wir schaffen das“ immer schon CDU-nahe Sarow, er habe großen Respekt vor ihr: „Wenn sie kandidiert hätte, hätte ich es nicht getan.“

Mit Blick auf eine parteiinterne Konkurrenz durch Philipp Dörflinger, der mit ihm in jenem Whirlpool saß, muss Sarow schmunzeln: „Man ist sich ja schon nähergekommen.“ Dazu, dass er die Aussetzung des Gestaltungsbeirats mit initiiert hat, steht Sarow: Damit sei die politisch chancenreiche Forderung nach völliger Abschaffung dieses Gremiums vom Tisch. In der bisherigen Form habe der Gestaltungsbeirat Investoren abgeschreckt.