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Martina Boländer übergibt das Kostüm mitsamt der dazugehörigen Krone an Kulturamtsleiterin Angelika Drescher. Foto: Ketterl
07.11.2018

Anfänge des Faschings: Martina Boländer übergibt historisches Kostüm an das Stadtmuseum

Pforzheim. Objekte der Alltagskultur und Gegenstände mit besonderem kulturgeschichtlichen Hintergrund aus der Zeit vor 1945 sind in einer kriegszerstörten Stadt wie Pforzheim selten.

Umso bedeutender und erfreulicher ist die Schenkung eines historischen Faschingskostüms unter dem Motto „Goldmaske“ von 1938, das nun in den Besitz des Stadtmuseums übergeht.

Bildergalerie: Anfänge des Faschings: Historisches Kostüm übergeben

Hildgard Schäfer in ihrem Goldmaske-Kostüm

Martina Boländer hat das Kostüm mitsamt der dazugehörigen Krone Kulturamtsleiterin Angelika Drescher übergeben. Die Mutter Boländers, Hildegard Schäfer, hatte das ausgefallene Faschingsoutfit als sechzehnjährige Schülerin am Hildagymnasium selbst gestaltet und es zum damaligen Umzug getragen. Ihr damaliger Zeichenlehrer, Walter Bender, hatte die Idee, für die immer populäreren Faschingsumzüge in den 30er Jahren eine Kostümierung zu entwickeln, die eng mit der Goldstadt und ihrer Traditionsindustrie in Verbindung stand. Fotos dokumentieren den Umzug, an dem die „Goldmasken“, gefolgt von den „Silbermasken“ am Vorabend des Zweiten Weltkrieges auf den noch unzerstörten Straßen Pforzheims teilnahmen.