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Die Weinakademikerin Angelika Steiner kann auf einen reichen Fundus zurückgreifen – hier mit zwei von rund 2500 Flaschen aus dem Weinkeller des „Parkhotels“, bei dem sie seit 2002 arbeitet. Foto: Ketterl
Die Weinakademikerin Angelika Steiner kann auf einen reichen Fundus zurückgreifen – hier mit zwei von rund 2500 Flaschen aus dem Weinkeller des „Parkhotels“, bei dem sie seit 2002 arbeitet. Foto: Ketterl
Norbert Gunesch unterstützt Angelika Steiner beim Whisk(e)y-Tasting anlässlich des 85. Geburtstags von Galeria Kaufhof. Foto: PZ-Archiv
Norbert Gunesch unterstützt Angelika Steiner beim Whisk(e)y-Tasting anlässlich des 85. Geburtstags von Galeria Kaufhof. Foto: PZ-Archiv
07.10.2016

Angelika Steiner: diplomierte Weinakademikerinnen

Pforzheim. Bordeaux oder Burgunder, Cognac oder Calvados, Bourbon oder Single Malt? Angelika Steiner (51) lacht. Wir sitzen an der „New Orleans“-Bar des „Parkhotels“, nippen an Wasser und Wein – „Hauptsache, gut“, sagt die Frau, die für das erste Hotel am Platz zuständig ist für den Einkauf von Wein und Spirituosen. Und Gläsern. Eines davon geht gerade hinterm Tresen scheppernd zu Boden. „Auch das ist ein Posten, den man kalkulieren muss“, sagt die Frau, die es zu dem gebracht hat, was nur rund 170 Weinkundige in Deutschland von sich sagen können: Nach jahrelanger Ausbildung – berufsbegleitend, in der Freizeit – trägt sie den Titel „Weinakademiker(in), Diploma in Wines & Spirits (WSET)“. Darüber gibt’s nur noch den elitären „Master of Wine“.

„Jedes Land, jede Anbauregion hat gute und schlechte Lagen, Böden, Winzer“, sagt Angelika Steiner. Wer sich mit Wein befasst, fällt keine Pauschalurteile – sondern lernt, lernt, lernt. „Es kommen immer neue Erfahrungen dazu“, sagt sie. Den Grundstock für den wachsenden Erfahrungshorizont hat wahrscheinlich ihr damaliger Schwiegervater gelegt: mit einer Kollektion guter Bordeaux-Weine. Es wird der rote Faden werden – den sie erst wieder aufnimmt, als sie, es ist Anfang der 2000er-Jahre, nach ihrer Scheidung im „Parkhotel“ als Bürofachkraft den beruflichen Neuanfang wagt. Sie ist zunächst zuständig für die Kontrolle der Rechnungen für Bestecke, Gläser, Geschirr und Küche. Irgendwann ist der Kollege nicht mehr da, der sich um den Einkauf der kostbaren flüssigen Ware kümmerte. „Ich kannte das Sortiment ja schon“, sagt Steiner rückblickend. Sie traut sich die Aufgabe zu – und Hotel-Chefin Andrea Scheidtweiler tut dies gleichfalls.

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