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Um die Situation der Horte weiß Monika Müller, die 2013 bei der Eröffnung in Dillweißenstein Essen verteilt hat.  Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Um die Situation der Horte weiß Monika Müller, die 2013 bei der Eröffnung in Dillweißenstein Essen verteilt hat. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
25.08.2017

Angst vor der nächsten Betreuungskrise in Pforzheim

Pforzheim. Wie, dein Kind ist schon drei, und du hast es noch nicht in einem Hort angemeldet?“ – eine mittlerweile gängige Frage unter Eltern in den Ortsteilen. Immer mehr sorgen sich dort, dass die Horte und Kernzeitbetreuungen an den Schulen wie die Kitas überschwemmt werden könnten.

Schulbürgermeisterin Monika Müller versteht die Sorge der Eltern, stellt aber auch klar: „Das werden nicht pro Ortsteil Hundert Kinder mehr sein.“ Konkrete Planungen gebe es zum Hortausbau dennoch derzeit noch nicht. „Natürlich wissen wir, dass die steigende Kinderzahl nicht nur in Krippe und Kita Auswirkungen zeigt, sondern sich ebenso auf die Schulen und alle Angebote für Kinder und Jugendliche auswirken wird oder dies schon heute tut“, so Müller.

Allerdings gebe es auf Landesebene eine „Planungslücke“. Es werde nur noch der Hort-Bestand mit einem Zuschuss zwischen 12 000 und 13 000 Euro pro Gruppe im Jahr gefördert. Denn lange Zeit sollte auf Ganztagsschule gesetzt werden. Nun zeichne sich eine Rückkehr zum Hort ab – „aber noch ist nichts entschieden“. Zudem: „Erforderliche Mittel für die Schaffung von Ganztagsangeboten wurden in den vergangenen städtischen Haushalten nicht aufgenommen“, so Müller.

In besondere Bedrängnis könnten die fünf eingemeindeten Ortsteile kommen. Denn während in der Kernstadt etwa Familienzentren oder der Kinderschutzbund alternative Betreuungsangebote machen, sind die Eltern in den Ortsteilen fast ausschließlich auf die Betreuungszeiten der hort- oder kernzeittragenden Volkshochschule angewiesen.

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