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07.12.2010

Anklage wegen kinderpornografischem Material bei Rektor

PFORZHEIM. Nun ist es raus: Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen der Kinderpornografie verdächtigen Schulleiter Anklage beim Amtsgericht Pforzheim erhoben. Damit ist ein Strafbefehlsantrag aus dem Rennen. Dem suspendierten Rektor wird vorgeworfen, auf verschiedenen Computerfestplatten 42 kinderpornografische und 16 jugendpornografische Bilder gespeichert zu haben. Rund ein Jahr lang hatte die Kripo ermittelt, um die verschlüsselten Dateien zu öffnen.

Auf die Spur war man dem Mann gekommen, nachdem bekannt geworden war, dass ein Beschuldigter in einem Karlsruher Verfahren selbst hergestellte kinderpornografische Bilder an eine private E-Mail-Adresse des Rektors übersandt hatte. Die Ermittler glauben nicht an Zufall oder ein Versehen. Gegenüber der PZ hatte sein Anwalt Klaus Schroth angekündigt, sein Mandant werde in einer schriftlichen Stellungnahme die Vorwürfe bestreiten. Das ist bis heute nicht geschehen. So lautet die offizielle Lesart, dass der Rektor sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen äußert.
Seit Schuljahresbeginn ist der nun Angeklagte krankgeschrieben und vom Regierungspräsidium vorübergehend suspendiert.

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