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23.07.2015

Anstaltsbeirat will Jugendgefängnis in Pforzheim beibehalten

Pforzheim. Mit einem Offenen Brief setzt sich der Beirat der Jugendstrafanstalt Pforzheim für deren Erhalt ein. Wie berichtet, konkretisieren sichPläne der baden-württembergischen Landesregierung, aus der Jugendstrafanstalt ein Abschiebegefängnis zu machen, von wo aus straffällige Asylbewerber ausgewiesen werden.

Der Anstaltsbeirat ist ein offizielles Gremium, dessen Mitglieder auf Vorschlag des Gemeinderats der Stadt Pforzheim vom Justizminister ernannt werden. Die Mitglieder leisten diese Arbeit ehrenamtlich. In seinem Schreiben an die grün-rote Landesregierung, die Landtagsfraktionen, OB Gert Hager und den Gemeinderat argumentiert der Anstaltsbeirat damit, dass die Jugendstrafanstalt Pforzheim ein unverzichtbarer Bestandteil des erfolgreichen Jugendstrafvollzugs in Baden-Württemberg sei. Mit ihrer Schließung würde ein irreparabler Fehler begangen, weil wertvolles Expertenwissen und großes Engagement der Mitarbeiter verlorengehe. Die relativ geringe Größe der Einrichtung mit 108 Haftplätzen ermögliche eine individuelle Betreuung.

Darin seien auch Organisationen vor Ort wie die Drogenberatung und der Bezirksverein für soziale Rechtspflege eingebunden. Dies führe zu Erfolgen gerade bei schweren Fällen,die sich eine neue Perspektive erarbeiten könnten. Diese Strukturen würden bei einer Schließung unwiederbringlich zerschlagen.