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© Symbolbild: dpa
07.02.2015

Antifa- und Neonazi-Zusammentreffen in Pforzheim: Polizei greift ein

Am Rande einer Kundgebung gegen eine angemeldete kleine Versammlung von Neonazis, ist es am Samstagmittag um 13.30 Uhr zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Antifa-Anhängern und Neonazis gekommen. Hierbei wurden insgesamt fünf Personen verletzt, darunter drei Polizisten.

Bildergalerie: Kundgebung in Pforzheim: Antifa trifft auf Neo-Nazis

Ein für Samstag in Pforzheim angemeldeter Infostand zum Thema "Asylflut stoppen" führte zunächst zur Anmeldung einer Gegenversammlung der örtlichen linken Szene. Diese Gegenversammlung im Bereich des Leopoldplatzes wuchs auf schließlich rund 50 Personen an und wurde 
gegen 12.30 Uhr beendet. In der Folge schlossen sich die Personen des linken Spektrums mit rund 30 Vertretern aus dem bürgerlichen Lager zu einer spontanen Versammlung mit dem Tenor "Flagge zeigen gegen Rechts" zusammen. Etwa 65 Personen dieser Gruppierung trafen schließlich im Bereich des Marktplatzes auf die eintreffenden Personen des rechten Lagers, wobei es zunächst zu wechselseitigen verbale Aggressionen kam. Nachdem Personen des linken Spektrums versuchten, auf die gegnerische Gruppe einzuwirken, wurde die spontane Versammlung aufgelöst.

Im Zuge des Einschreitens wurden die Polizeikräfte körperlich angegangen, aus einer der Gruppierungen wurde Pfefferspray eingesetzt. Insgesamt wurden 5 Personen, darunter 3 Polizeibeamte, verletzt. Eine vorübergehende Entspannung trat ein, nachdem Personen aus beiden Lagern festgehalten und zu einem Polizeirevier verbracht wurden. Dort folgte dann allerdings durch Personen aus dem linken Spektrum eine Belagerung, der von der Polizei mit Platzverweisen und Abdrängmaßnahmen entgegnet wurde. Völlig beruhigte sich die Lage erst, nachdem alle Personen aus der polizeilichen Gewahrsam entlassen wurden.

 

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