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Schulterschluss der Nationen: Katja Mast und Axel Baumbusch begrüßen im Quartier ein großes und buntes Publikum. Foto: Läuter
Schulterschluss der Nationen: Katja Mast und Axel Baumbusch begrüßen im Quartier ein großes und buntes Publikum. Foto: Läuter
09.07.2017

Anwohner der KF feiern fröhliches Fest der Kulturen

Pforzheim. „Es berührt mich, wie die Kulturen hier gemeinsam feiern“, sagte Katja Mast, die SPD-Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin des Quartiers in der Weststadt, am Samstagnachmittag in ihrer Eröffnungsansprache für das zweite Kulturfest auf dem Quartiersplatz. Zugleich erinnerte sie die Besucher daran, wie wichtig es sei, die Demokratie und ihre Vorzüge zu schützen und friedlich miteinander in Dialog zu treten.

Eigentlich hätte das Fest erst um 15 Uhr losgehen sollen, allerdings, so berichtete Axel Baumbusch vom Quartiersmanagement, sei das erste Essen bereits um 14 Uhr über den Tresen gegangen. Ein gutes Zeichen, und dementsprechend war auch einige Stunden später der Publikumsandrang groß und die Stimmung ausgelassen. Rund 600 Besucher, so schätzten Baumbusch und seine Kollegin Katja Wengert, seien gekommen, um gemeinsam zu feiern und zu essen. „Hier stehen ein türkischer und ein kurdischer Stand direkt nebeneinander, das ist doch was“, betonte Mast freudig.

Wengert zeigte sich vor allem sehr zufrieden und stolz, was das Engagement der von ihr betreuten beiden Mädchengruppen im Alter von 14 bis 18 Jahren und von sieben bis 13 Jahren angeht, die sich einmal pro Woche im Quartierszentrum treffen. Sie hatten eigenständig Tänze für eine Aufführung einstudiert, das Kinderschminken und einen Tanzworkshop organisiert.

Viele Mitwirkende

Mit von der Partie waren aber unter anderen auch der Musikverein Dillweißenstein, die Escola de Samba Baden, der Verein Jogo de Capoeira, der Quartiersrat mit einem Grillstand, der kurdische und der türkische Elternverein sowie das energetische Sanierungsmanagement von Weber und Partner, die ein Umweltquiz aufgelegt hatten. Mit einer „Vollabdeckung“ seien alle Bewohner des Viertels im Vorfeld schriftlich sowie über Flugblätter und Plakate eingeladen worden, so Baumbusch.

Mit dem Fest, das auch in den kommenden Jahren veranstaltet werden soll, solle in Kooperation von Quartiersmanagement und verschiedenen sozialen Trägern ein Raum für Kommunikation zwischen den verschiedenen Generationen und den Menschen aus mehr als 60 Nationen im Viertel geschaffen werden. Das scheint angesichts des Andrangs und des eigenständig nach vorne verlegten Beginns ja auch gelungen.