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Diese Grünfläche an der Gesellstraße soll bebaut werden. Foto: Lorch-Gerstenmaier
Diese Grünfläche an der Gesellstraße soll bebaut werden. Foto: Lorch-Gerstenmaier
22.02.2016

Anwohner ist Rodung an Gesellstraße ein Dorn im Auge

Pforzheim. Als die drei Männer mit der Kettensäge anrückten, traf Egon K. (Name geändert) fast der Schlag: Er wusste zwar, dass der neue Eigentümer der Fläche an der Gesellstraße, die Baugenossenschaft Familienheim, diese für sozialen Wohnungsbau roden wollte – „doch nicht jetzt und so viel“, sagt Egon K., dessen Vater Angrenzer an das Grundstück ist.

K. wendet sich nicht gegen eine Teil-Rodung – jedoch gegen ein drohendes Abholzen aller Bäume auf einer Fläche von 60 Ar. Die Hälfte der Bäume und Sträucher sind bereits gefällt und werden vor Ort kleingemacht, da mit schwerem Gerät nicht gearbeitet werden kann. „Die Rodung widerspricht dem aktuellen Flächennutzungsplan und dem Landschaftsplan“, sagt K., da rund die Hälfte der geplanten Rodungsfläche in einem nicht bebaubaren Bereich liege. Das Grundstück habe sich im Lauf der Jahrzehnte zu einem Biotop für Rehe, Hasen, Igel, Vögel und andere gefährdete Kleinlebewesen entwickelt und sei dicht mit Ahornbäumen, Eschen und Hecken bewachsen.

Der Familienheim-Vorsitzende Dirk Mess verweist auf das Problem, in Pforzheim überhaupt Grundstücke zu finden, die für den sozialen Wohnungsbau geeignet sind. Besagtes Areal sei ob seiner Unebenheit und Hanglage eine Herausforderung. Man habe die Zeit bis zum Beginn der Vegetationsperiode Ende Februar nutzen wollen, um einen freien Blick auf das zu Beginn des Jahres gekaufte Gelände zu erhalten. Der Bewuchs auf diesem zu früheren Zeiten von einem landwirtschaftlichen Betrieb genutzten Areal sei wild und ungepflegt, das Haus darauf so heruntergekommen, dass es aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müsse. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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