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© Seibel
06.10.2011

Arbeiten für Bürgerprojekt Dackelbrunnen haben begonnen

PFORZHEIM. Dank ehrenamtlichen Bürger-Engagements können die Kosten für die Renovierung des sanierungsbedürftigen Dackelbrunnens auf dem Pfälzerplatz in Höhe von rund 20 000 Euro auf die reinen Materialkosten von 6000 Euro reduziert werde. Darüber freute sich gestern Rainer Guthmann, (Verein „Pforzheim mitgestalten“), der mit seiner Ehefrau Ute selbst mit Hand anlegte, um die zum Teil abgesplitterten Brunnenkacheln zu entfernen.

Zusammen mit den Vereinsmitgliedern Fritz Schroth und Hans-Carl Gerstung sowie der freien Künstlerin Anina Gröger und Fliesenleger Gerhard Heinz aus Büchenbronn, der die neuen Majolika-Kacheln zu einem günstigen Preis verlegen wird, fand der schweißtreibende und arbeitsintensive Bürgereinsatz statt. Guthmann hatte bereits einen Tag zuvor dafür gesorgt, dass der Brunnenboden in blauer Farbe grundiert worden war. „In spätestens zehn Tagen wollen wir mit der Sanierung fertig sein“, sagte Guthmann, der sich darüber freute, dass Oberbürgermeister Gert Hager dieses Bürgerprojekt von Anfang an unterstützt habe. Mitarbeiter des Grünflächenamts sorgten für den Abtransport und die Entsorgung des Brunnnen-Materials.

Obwohl bereits Spenden der Löblichen Singer, des Bürgervereins Nordstadt, des Vereins „Pforzheim mitgestalten“ sowie einzelner Bürger für die Brunnen-Sanierung eingegangen sind, „bleibt noch eine Deckungslücke von etwa 3000 Euro“, so Guthmann. Sponsoren können auf Konten des Bürgervereins Nordstadt und des Vereins „Pforzheim mitgestalten“ für das Brunnen-Projekt Spendengelder einbezahlen..

Die Sanierung hatte Bürgerin Waltraud Herb, Anwohnerin der Bayernstraße angeregt und die Vereine um Hilfe gebeten.

Der Dackelbrunnen wurde 1973 von dem Optikermeister Heinz Postenrieder gestiftet. Er wollte an seine verstorbenen Hunde erinnern, mit denen er oft unter den schönen Platanen spazieren ging. Der Brunnen, der auf dem Fundament einer alten Wasserstelle errichtet wurde, trug ursprünglich die Inschrift: „Creatura dei, hominum amicus“ („Gottes Geschöpf, der Menschen Freund“).