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Schwierige Sache: Den Pforzheimer Hauptbahnhof zu betreten und in Züge einzusteigen ist für Menschen mit einer Gehbehinderung keine leichte Angelegenheit. © Seibel
09.09.2010

Arbeiten für barrierefreien Hauptbahnhof vor dem Start

PFORZHEIM. Die Stadt will nächste Woche den Vertrag mit der Bahn über die Modernisierung des Hauptbahnhofs beschließen. Damit könnten die Arbeiten für den barrierefreien Zugang zu den Gleisen noch dieses Jahr starten.

Bildergalerie: Pforzheimer Hauptbahnhof soll barrierefrei werden

Die Stadt beteiligt sich am insgesamt auf rund sieben Millionen Euro veranschlagten barrierefreien Umbau des Hauptbahnhofs mit 1,3 Millionen Euro. „Das tun wir, damit etwas voran geht“, sagte Baubürgermeister Alexander Uhlig (CDU), der die Pläne kommende Woche im Bauausschuss des Gemeinderats zur Abstimmung vorlegen wird. Das Gremium muss dann dieser städtischen Beteiligung und den Grundzügen der Planung noch zustimmen und den Abschluss eines entsprechenden Vertrags zwischen Stadt und Land billigen.

Aufzüge kommen als erstes

Am Donnerstag stellte Uhlig die Pläne der PZ gegenüber vor. Sie sehen im wesentlichen zwei Neuerungen vor. Erstens wird es an den Bahnsteigen bei Gleis 1, zwischen Gleis 2 und 3 sowie zwischen Gleis drei und vier künftig Aufzüge geben. Sie befinden sich der Planung zufolge unmittelbar neben der Treppe, die von der mittleren, nicht durchgängigen Bahnhofsunterführung zu den Bahnsteigen hinaufführt. „Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen und im Jahr 2011 abgeschlossen sein“, sagte Uhlig.

Die rund 2,2 Millionen Euro für die Aufzüge stammen komplett im Rahmen des Konjunkturpakets II von der Bahn und vom Bund. Die Pforzheimer Beteiligung fließt in die Planung, deren Kosten in Höhe von rund 700 000 Euro die Stadt komplett trägt, und in einen 15-prozentigen Anteil (rund 600 000 Euro, so hoch wie der Landeszuschuss) am zweiten Bauabschnitt. Der besteht darin, die Bahnsteige um 55 Zentimeter zu erhöhen. Dadurch soll es einen gleichfalls barrierefreien, weil ebenerdigen Zugang zu den meisten modernen Zügen und zur Stadtbahn geben.

Der Startschuss für diese Arbeiten fällt im Sommer 2012. „Sie bedürften größerer Vorbereitungen“, sagte Uhlig. Ende 2014 soll dann alles fertig sein. Am Bahnhofsgebäude selbst werde sich dagegen kaum etwas ändern. Da es denkmalgeschützt ist, hat die Stadt die Denkmalschutzbehörde bereits um ihren Segen gebeten und ihn auch erhalten.

An den feuchten Decken der Bahnhofsunterführungen wird sich so schnell auch nichts ändern. Schuld daran ist Wasser, das aus dem Gleiskörper durchsickert, wie Uhlig erläuterte. Abgesehen davon sei die Gleisanlage völlig intakt. Deshalb werde die Bahn sie auch nicht so bald für viele Millionen Euro erneuern.

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