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Als Erfolg sieht die Baugenossenschaft das Projekt Brendstraße. Foto: Privat
Als Erfolg sieht die Baugenossenschaft das Projekt Brendstraße. Foto: Privat
Zufriedene Gesichter bei der Vertreterversammlung der Arlinger Baugenossenschaft. Foto: Morelli
Zufriedene Gesichter bei der Vertreterversammlung der Arlinger Baugenossenschaft. Foto: Morelli
24.06.2018

Arlinger Baugenossenschaft zieht Bilanz – Neubau von Pflegeheim verteidigt

Pforzheim. Die Arlinger Baugenossenschaft hat bei ihrer Vertreterversammlung Bilanz über vergangene und zukünftige Bauprojekte gezogen.

Zuvor hatten sich die Vertreter, die von den Mitgliedern der Genossenschaft im Juni 2016 für fünf Jahre gewählt wurden, bei einer Informationsfahrt die neuen Immobilien und derzeitigen Baustellen besichtigt.

Im Kulturhaus Osterfeld betonte Vorsitzender Carsten von Zepelin zu Beginn seines Lageberichts die genossenschaftliche und gemeinnützige Gesinnung, die das Handeln der Baugenossenschaft bestimme. „Wir leisten nach wie vor einen nennenswerten Beitrag zur Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung“, verkündete er stolz.

Im vergangenen Jahr konnte die Baugenossenschaft den Bezug von sechs Wohnungen an der Brendstraße sowie die Fertigstellung eines Flüchtlingsheims an der Wilhelm-Lenz-Straße als Erfolge verzeichnen. Mit 13,6 Millionen Euro investierte sie außerdem drei Viertel der Mieteinnahmen in Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen. „Die hohen Investitionen in die Bestände haben eine jahrzehntelange Tradition bei Arlinger und sind der Grund dafür, dass sich unsere Häuser und Wohnungen in einem insgesamt sehr guten und intakten Zustand befinden“, erklärte von Zepelin.

Bei der Vorstellung der zukünftigen Pläne liegen von Zepelin zwei Projekte besonders am Herzen, gerade weil sie durchaus umstritten sind. Zum einen verteidigte er den Neubau eines Pflegeheims inklusive betreuter Wohnungen der Caritas an der Hochkopfstraße. Die Baugenossenschaft ist daran nicht direkt beteiligt, hat jedoch den Standort angeboten und dafür auf den Bau von neuen Wohnungen verzichtet. Von Zepelin stellte klar: „Wir stehen zu unserer Auffassung, dass das Pflegeheim als Infrastruktur-Baustein ein Gewinn für unseren Stadtteil sein wird“. Zum anderen sieht er die Neugestaltung der Carl-Hölzle-Straße als große Chance. Dazu gehört die Schaffung von 73 Wohnungen sowie der Bau einer Kindertagesstätte auf dem Gelände eines ehemaligen Park- und Ride Parkplatzes, der laut von Zepelin jedoch „als nächtlicher Abstellplatz für auswärtige Lastwagen und als Lagerplatz von Baumaschinen und allerlei Schüttgut zweckentfremdet sei“.

Darüber hinaus plant die Baugenossenschaft am Eingang des Stadtteils einen Hochpunkt aus Holz zu errichten. Von dem Leuchtturmprojekt erhofft sie sich positive Aufmerksamkeit auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt habe das Vorhaben bereits im Blick.