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Ein Absperrband klebt an einem Zugang zum Pausenhof der Arlingerschule. © Bechtle
19.03.2015

Arlinger Schule: Stäube Ursache für Großeinsatz?

In der Frage der allergischen Reaktionen bei Kindern an der Arlingerschule zieht die Stadtverwaltung auch externen Sachverstand hinzu. Der Leitende Oberarzt der Helios Kinder-Klinik, Dr. Frank Eickmeier und Dr. Ralph Rudolph von der „Analytischen Task Force“ in Mannheim wurden hinzugezogen. Dabei handelt es sich um eine Spezialeinheit die sich um vorbeugenden Gefahrenschutz kümmert.

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Bildergalerie: Großeinsatz an der Arlinger Schule: Kinder im Krankenhaus

„Wir nehmen und untersuchen Proben nicht nur auf den Schulhöfen und in der Umgebung, darüber hinaus haben heute Nachmittag Raumluftmessungen in der Schule begonnen. Auch die Umgebung wird auf Pollenbelastungen hin untersucht, der Eichenprozessionsspinner ist als möglicher Verursacher durchaus noch in der Untersuchung“, so Erster Bürgermeister Roger Heidt. Sämtliche Probenahmen haben bisher zu keinen belastbaren Ergebnissen geführt.

„Wir gehen derzeit von luftgetragenen Stäuben aus und werden in dieser Meinung von Experten und behandelndem Kinderarzt unterstützt“, so Bürgermeisterin Monika Müller. Die Stadt untersucht derzeit auch auf eine mögliche Belastung durch Pestizide: „Wir haben den Pausenhof mehrfach nass gereinigt und werden uns jetzt eng mit der Spezialeinheit aus Mannheim abstimmen“, so Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer.

Erster Bürgermeister Roger Heidt und Bürgermeisterin Monika Müller haben bereits am Vortag einen dezernatsübergreifenden Koordinationsstab eingerichtet, hier kommt sämtlicher Sachverstand zusammen: „wir wollen schnellstmöglich Klarheit, was Auslöser der allergischen Reaktionen bei den Kindern war und in Einzelfällen noch ist. Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt allerdings den Auslöser noch nicht gefunden“, so Roger Heidt.

Bürgermeisterin Monika Müller informierte am Donnerstagmittag die Elternschaft über den aktuellen Stand. Der untere Pausenhof gilt nach dem bisherigen Kenntnisstand weiterhin als Auslöser im weitesten Sinne der allergischen Reaktionen. „Der Schulbetrieb wird weiter aufrechterhalten, zumal wir keine Hinweise darauf haben, dass im Gebäude etwas zu vermuten ist, das die allergischen Symptome ausgelöst hat“, so die Schuldezernentin.

Nach Auskunft der Kinderklinik sind alle untersuchten Kinder wieder zuhause. Der Leitende Oberarzt spricht von „leichten Reaktionen“, die vorwiegend im Gesicht aufgetreten sind. Vorsorglich wurde das Schulfest am Freitag abgesagt.

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