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© Symbolbild: dpa
02.06.2017

Arlinger-Hochhaus seit zwölf Tagen ohne Aufzug

Pforzheim. Acht Stockwerke, 50 Wohnungen, davon 45 bewohnt, meist durch Senioren, einige gehbehindert – und dann fällt bei Sanierungsarbeiten der Fahrstuhl aus. So ist seit zwölf Tagen die Lage an der Brendstraße in einem Gebäude der Baugenossenschaft Arlinger im gleichnamigen Stadtteil. Mehrere Anrufer haben die PZ auf die, so wörtlich, „unhaltbare Situation“ hingewiesen: Sie könnten das Haus nicht verlassen, um etwa zur Bank, zu Freunden oder auch spazieren zu gehen.

Der Baugenossenschaft ist das furchtbar unangenehm, sagt ihr Chef Carsten von Zepelin. Die Hannoveraner Fahrstuhlfirma, bei der er wiederholt auf das Problem hingewiesen und eine Lösung eingefordert habe, arbeite mit Fiebereifer daran. Sie benötige ein spezielles, in England produziertes Ersatzteil, einen Frequenzgleichrichter, mit langer Lieferzeit. Am Donnerstag sei ein Versuch gescheitert, stattdessen ein ähnliches Teil einzubauen. Er hoffe, dass das Problem Anfang kommender Woche behoben sei. Bis dahin habe die Arlinger Baugenossenschaft Einkaufdienste eingerichtet, Nottelefone, werktags dauernd anwesende Betreuung und selbst Träger, die die Bewohner bei dringendem Bedarf, etwa Arztbesuchen, die Treppen hinabtragen. Und dennoch: „Es tut mir unsagbar leid“, sagt Zepelin.