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Die Gummi-Armbänder, die Ronald Wittig vertreibt, heißen Flüchtlinge willkommen.
Die Gummi-Armbänder, die Ronald Wittig vertreibt, heißen Flüchtlinge willkommen.
Auch Schauspielerin Nadine Menz, bekannt aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ließ sich mit einem der grünen Bänder ablichten.  Seibel/Privat
Auch Schauspielerin Nadine Menz, bekannt aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ließ sich mit einem der grünen Bänder ablichten. Seibel/Privat
13.10.2015

Armbänder gegen Fremdenhass: Pforzheimer spendet Erlöse

Schweden“ steht auf dem einem Briefumschlag, der vor Ronald Wittig liegt, „Österreich“ auf dem anderen. Der Inhalt: Grüne Gummibänder mit der Aufschrift „I Support – Refugees Welcome.“ Auf deutsch: „Ich unterstütze euch – Flüchtlinge willkommen.“

200 dieser Bänder sind der Pforzheimer und sein Partner bisher losgeworden. Die TGS Pforzheim lief damit gegen die SG Herrenberg ein, die Schauspielerin Nadine Menz – sie spielt bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit – ließ sich damit ablichten. Und nun folgten auch die ersten Bestellungen aus dem europäischen Ausland. Die Erlöse aus dem Verkauf, verspricht Wittig, gehen nach Angaben der Initiatoren an „Pro Asyl“. Die Hilfsorganisation bestätigt entsprechende Kontakte. Für drei Euro werden die Gummibänder verkauft, davon gehen die Ausgaben für die Herstellung, Steuern und die Verpackung ab. Danach, rechnet Wittig vor, blieben pro Exemplar rund 1,50 Euro für den guten Zweck übrig.

Dass dieses Engagement nicht jedem gefällt, kann der Mediengestalter fast täglich in kritischen, teils drastischen Mails nachlesen. Und auch den Freundes- und Bekanntenkreis spaltet das Flüchtlingsthema, sagt sein Partner. Auf Furcht vor negativen Reaktionen will dieser auch lieber anonym bleiben. „Dabei wollten wir nur jenseits von links und rechts ein Zeichen setzen“, sagt er. Zum einen sei das Bekenntnis auf den Bändern ein wichtiges Symbol der Ablehnung von Fremdenhass.

Die Bänder können im Internet auf www.dasgrueneband.de und www.support-refugees.eu bestellt werden.