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Bei der Sanierung des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald wurden asbesthaltige Stoffe gefunden. Eine Gefahr für Besucher, Mitarbeiter und Bauarbeiter, so die IHK,  bestehe nach ersten Schutzmaßnahmen jedoch nicht.
Bei der Sanierung des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald wurden asbesthaltige Stoffe gefunden. Eine Gefahr für Besucher, Mitarbeiter und Bauarbeiter, so die IHK,  bestehe nach ersten Schutzmaßnahmen jedoch nicht. © PZ-Archiv
18.10.2011

Asbesthaltige Werkstoffe bei IHK-Umbau gefunden

Pforzheim. Im Zuge der laufenden Umbauarbeiten in der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald in Pforzheim hat sich gezeigt, dass in Teilen des Gebäudes im Brandschutz der Fassaden Asbest enthalten ist. „Erste Maßnahmen, um eine Gefährdung von Gästen, Mitarbeitern und Bauarbeitern auszuschließen, wurden bereits ergriffen und sind inzwischen abgeschlossen“, informierte Hauptgeschäftsführer Martin Keppler. So wurden beispielsweise Raumluft­messungen gemacht und es gab Sicherungsmaßnahmen wie etwa das Erstellen von Schleusen in den Baustelleneingängen.

„Wir haben asbesthaltige Werkstoffe in der Fassade und den Wandanschlüssen gefunden“, so Keppler weiter. Diese seien in der Bausubstanz gebunden und werden nun einer schrittweisen Sanierung zugeführt.

Bei Asbest handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikat-Minerale, die an vielen Stellen der Erde in der Erdkruste eingebettet sind. Asbest kam aufgrund seiner Eigenschaften insbesondere in den 70er-Jahren in der Bauindustrie häufig zum Einsatz. Das Material wurde jedoch infolge der inzwischen eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren in vielen Staaten verboten, unter anderem in der gesamten Europäischen Union. Gesundheitsschädlich ist in erster Linie das Einatmen von Asbestfasern, die natürlich oder durch Abrieb oder Verwitterung freigesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund sind Keppler zufolge in den kommenden Wochen und Monaten zwei Aspekte von besonderer Bedeutung: Alle weiteren Maßnahmen bewegen sich im Rahmen der vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen. „Die IHK ist trotz räumlicher Einschränkungen handlungsfähig und steht ihren Mitgliedern und Kunden uneingeschränkt zur Verfügung“, so Keppler. pm