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Stefan Fuchs steht im Wendehammer des Eutinger Talwegs. Schräg gegenüber soll bald die Tagesstätte eröffnen. Der Rentner wohnt seit drei Jahren in einer der sanierten Wohnungen und hat Angst, dass er bald aus seinen vier Wänden raus muss.
Stefan Fuchs steht im Wendehammer des Eutinger Talwegs. Schräg gegenüber soll bald die Tagesstätte eröffnen. Der Rentner wohnt seit drei Jahren in einer der sanierten Wohnungen und hat Angst, dass er bald aus seinen vier Wänden raus muss.
13.03.2014

Asylbewerber vorübergehend im Eutinger Tal untergebracht - mit Infografik

PFORZHEIM. „Die Aslybewerber sollen nur vorübergehend im Eutinger Tal untergebracht werden“, sagt Sozialamtsleiter Rüdiger Staib. Der westliche Teil der Siedung wird als eine von fünf Sammelunterkünften gewertet, in die die Flüchtlinge laut Gesetz längstens 24 Monate untergebracht werden sollen, der östliche Teil ist eine Obdachloseneinrichtung.

Es leben laut Sozialamt 145 Eingewiesene zwischen dem Klärwerk und der Firma Behr. Im Schnitt kommen pro Monat drei dazu und zwei ziehen wieder weg. „Das Eutinger Tal ist unser Puffer“, sagt er. Denn in der Stadt Häuser zu finden, gestaltet sich schwierig. 171 Notunterkünfte hat die gesamte Siedlung, teilweise ohne Dusche. Der westliche Teil verfügt über 56 Wohnungen. Im Moment leben dort 37 Flüchtlinge, bis Ende März sollen es 58 Menschen sein. Sie kommen aus Serbien, dem Kosovo, Bosnien und Herzegovina und dem Irak. Letzteres Herkunftsland garantiert einen Aufenthaltsstatus, die anderen Länder nicht. In der Regel blieben etwa ein Drittel aller Flüchtlinge dauerhaft in Deutschland, schätzt Staib. Ein Block im westlichen Teil soll jetzt frei gemacht werden, indem die Obdachlosen in den östlichen Teil ziehen. Das Sozialamt rechnet mit etwa 440 Asylbewerbern bis zum Jahresende, schon jetzt sind es 250 Menschen.

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