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Volle Halle – und vorne auf dem Podium unter anderem Moderator und Vize-Dekan Hans Gölz-Eisinger sowie Bürgermeisterin Monika Müller. Bechtle
Volle Halle – und vorne auf dem Podium unter anderem Moderator und Vize-Dekan Hans Gölz-Eisinger sowie Bürgermeisterin Monika Müller. Bechtle
Die Bürgervereinsvorsitzende und der OB: Dietlinde Hess und Gert Hager.
Die Bürgervereinsvorsitzende und der OB: Dietlinde Hess und Gert Hager.
13.02.2014

Asyldebatte in der Nagoldhalle: Die Polemik bleibt draußen

Warum so viele? Weshalb 100? Weshalb kriegt Dillweißenstein das ab? Wie wird das mit der Kriminalität, wenn jetzt schon dunkle Gestalten im schönen Stadtteil herumschleichen? Hat die Stadt denn schnell und genügend Dolmetscher, um zu reagieren, wenn ihr das Land so mal eben in der kommenden Woche wieder eine Familie aus dem Kosovo, dem Irak, Mazedonien oder Bosnien-Herzegowina zuweist?

Fragen zuhauf, die gestellt wurden gestern Abend in der Nagoldhalle bei der Bürgerinformation angesichts der baldigen Zuweisung von rund 100 Flüchtlingen – großteils Familienverbünde – ins Gebäude Hirsauer Straße 224. Die Leute frühzeitig ins Boot holen, sich den Fragen stellen und versuchen, Unklarheiten und Ängste aus der Welt zu schaffen – das war die Marschrichtung der Verwaltung (OB Gert Hager und Sozialdezernentin Monika Müller), der Polizei (Revier-Süd-Leiter Oliver Hiller), des Stadtjugendrings (Geschäftsführer und Sozialarbeiter Hartmut Wagner) und der Diakonie (Claus Spohn), die im Auftrag der Stadt die Integrationsarbeit betreibt, moderiert vom stellvertretenden evangelischen Dekan Hans Gölz-Eisinger.

Brechend voll war die Halle mit mehr als 300 Besuchern, die Situation aber nicht annähernd so emotional aufgeladen wie in Steinegg oder bei anderen Bürgerversammlungsthemen wie Windkraft oder Hafner. Doch es bleibt der Bedarf – und auch das Versprechen – nach weiteren Runden Tischen, nach früher und ständiger Einbeziehung der Bevölkerung. Nicht nur in Dillweißenstein, sondern auch andernorts in Pforzheim. Denn die Hirsauer Straße wird nicht der einzige Standort sein, so viel ist sicher.

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