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Bereits im Oktober 2014 hatten sich Anwohner der Wilhelm-Lenz-Straße zum Protest gegen die geplante Asylbewerberunterkunft versammelt. Damals sollten in ihrer Nachbarschaft 100 Asylbewerber unterkommen. Aktuell ist noch eine Unterkunft für 40 Menschen geplant. Seibel, PZ-Archiv
Bereits im Oktober 2014 hatten sich Anwohner der Wilhelm-Lenz-Straße zum Protest gegen die geplante Asylbewerberunterkunft versammelt. Damals sollten in ihrer Nachbarschaft 100 Asylbewerber unterkommen. Aktuell ist noch eine Unterkunft für 40 Menschen geplant. Seibel, PZ-Archiv
04.02.2016

Asylunterkunft Hohenäcker: Einspruch gegen Bauantrag

Pforzheim. Die Bürgerinitiative (BI) Hohenäcker fürchtet, dass in der geplanten Asylunterkunft an der Wilhelm-Lenz-Straße langfristig mehr als die angekündigten 40 Flüchtlinge untergebracht werden. Dies leiten die Anwohner unter anderem aus dem Bauantrag ab, in dem das Gebäude größer geplant wird als vermutet. Insgesamt 13 Einwendungen hat die BI daher in einem Brief bei der Stadt Pforzheim eingereicht. Und auch an der Finkenstraße wird erneut Kritik laut.

„Die städtische Planung über die Baugenossenschaft Arlinger hält sich weder an Baugrenzen, Bauhöhen noch an die erlaubte Geschosszahl“, kritisiert BI-Sprecher Schamott. Acht Meter und zwei Geschosse seien gemäß des Bebauungsplans erlaubt – geplant würden nun 9,20 Meter und drei Geschosse. „Wir sind der Meinung, dass gerade die Stadtverwaltung und deren Beauftragte sich an geltende Regeln und Gesetze halten sollten.“

Man fühle sich getäuscht und habe kein Vertrauen mehr in die Stadt, sagt Schamott. Sozialbürgermeisterin Monika Müller kann dies nicht nachvollziehen.Eine Abkehr von den kleinen Unterkünften – darüber hatte die CDU nachgedacht – werde es wohl nicht geben: „Dies ist im Finanzausschuss nicht mehr aufgegriffen worden“, sagt Müller. Auch Abweichungen vom Bebauungsplan müssten nicht zwingend zum Erfolg des Einspruchs führen. Diese seien nur dann relevant, wenn Nachbarn beispielsweise durch fehlendes Licht beeinträchtigt würden. Laut Baugesetzbuch können Abweichungen beispielsweise auch dann gestattet werden, wenn diese städtebaulich vertretbar sind.

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