nach oben
Zwischen Stadtkirche und „Parkhotel“ kam es zu den Stichen mit der abgebrochenen Bierflasche. © Walter
18.02.2019

Attacke mit abgebrochener Bierflasche: Drei Jahre und drei Monate für 24-Jährigen

Pforzheim/Karlsruhe. Am 8. Juli 2018 hat eine Attacke mit einer abgebrochenen Bierflasche im Bereich zwischen Stadtkirche und Deimlingstraße in Pforzheim für Furore gesorgt. An diesem Montagvormittag ist das Urteil vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Karlsruhe gefallen: Drei Jahre und drei Monate Haft für einen 24-jährigen Kurden aus dem Irak.

In den frühen Morgenstunden des besagten Tages im Juli soll Ahmed M. (Name von der Redaktion geändert) mit einem heute 25-jährigen Landsmann in Streit geraten sein, als dieser abfällig über die Freundin des Angeklagten gesprochen haben soll. Nach einem verbalen Schlagabtausch soll es – trotz Schlichtungsversuchen eines Freundes, der ebenfalls bei dem Trinkgelage im Bereich der Stadtkirche dabei war – zwischen den beiden Männern zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen sein, in deren Verlauf der Angeklagte seinen Kontrahenten mit einem abgebrochenen Flaschenhals schwer am Hals verletzt haben soll. Die Anklage lautete auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Bildergalerie: Nächtlicher Polizeieinsatz: 23-Jähriger verletzt Landsmann schwer

Am Montagvormittag verkündete der zuständige Richter dann das Urteil vor dem Schwurgericht: Der Angeklagte habe nicht mit Tötungsvorsatz gehandelt, aber auch nicht aus Notwehr. Es handele sich bei dem Vergehen um gefährliche Körperverletzung. Der Verteidiger des 24-Jährigen hatte Freispruch gefordert, der Staatsanwalt sieben Jahre wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung.

Schon beim Prozessauftakt hatte der Angeklagte die Tat eingeräumt, aber gleichzeitig erklärt, er habe sich nur zur Wehr setzen wollen. Der 24-Jährige entschuldigte sich vor Gericht am Montag, es tue ihm leid. Seine Verteidigung überlege nach PZ-Informationen nun, in Revision zu gehen.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 19. Februar in der Pforzheimer Zeitung und im E-Paper auf PZ-news.de.