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Die Datenbank kann jeder im Internet durchsuchen.
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13.05.2016

Auch Adressen aus Pforzheim und dem Enzkreis in den Panama Papers

Berichte über Hunderttausende Briefkastenfirmen haben die Finanzwelt erschüttert, die Politik aufgeschreckt und Steuerfahnder hellhörig gemacht. Nun sind die Basisdaten der „Panama Papers“ und der „Offshore Leaks“ im Internet abrufbar. In der Datensammlung sind auch drei Adressen aus Pforzheim und drei aus dem Enzkreis aufgelistet.

„Der Besitz einer Briefkastenfirma heißt aber noch nicht, dass eine Straftat begangen wurde“, sagt Tobias Wagner, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Solche Konstrukte können jedoch dazu dienen, die Herkunft von Geld zu verschleiern. Dass Finanzbehörden in den Papieren Hinweise auf illegale Geschäfte vermuten, zeigt die Tatsache, dass diese von einer Sondereinheit des Finanzministeriums gesichtet werden. „Die Steuerfahndung geht – wie üblich – allem sorgfältig nach, wo ein begründeter Verdacht gegeben ist“, sagt Martina Schäfer, Pressesprecherin im Landes-Finanzministerium, der PZ. Nach Schäfers Angaben prüft derzeit die zentrale Sondereinheit auf dem Gebiet der überregionalen Steueraufsicht (SES) die Datenbank. „Falls erforderlich“ werde diese weitere Schritte einleiten. Mehr Details zum Vorgehen nennt sie aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht.

Zu der Datenbank gelangen Sie über https://offshoreleaks.icij.org

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