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Silke Lippok (links) im Gespräch mit PZ-news. © Seibel
29.09.2010

Auch Silke Lippok protestiert für THG-Schulleiter

PFORZHEIM. Schwimmstar Silke Lippok hat sich öffentlich für Udo Kromer als Schulleiter am Theodor-Heuss-Gymnasium ausgesprochen und sich an der Unterschriftenaktion der Schülermitverwaltung beteiligt.

Bildergalerie: Silke Lippok engagiert sich beim Protest am Theodor-Heuss-Gymnasium

„Wollen die anderen nicht lieber ein Interview geben?“ Silke Lippok, Schwimmstar und Schülerin am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) will sich nicht in den Vordergrund drängen. Bereits am vergangenen Montag hat sie sich unerkannt unter die demonstrierenden Eltern, Schüler und Ehemalige gemischt und sich an der zweiten Lichterkette beteiligt.

Bildergalerie: Eltern des THG protestieren weiter

Die Demonstranten setzten sich dafür ein, das Udo Kromer, stellvertretender Schulleiter am Theodor-Heuss-Gymnasium, die Leitung über die Bildungseinrichtung behält. Aber das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte sich für einen Kandidaten aus dem Umland entschieden (die PZ berichtete mehrfach).

„Silke Lippok hat jetzt auch ihren Namen unter die Liste gesetzt, auf der sich schon rund 650 Unterschriften befinden. Zwar betreffe es sie persönlich nicht mehr – die 16-Jährige besucht jetzt die so genannte Kursstufe 1 und wird in zwei Jahren ihr Abitur ablegen. Aber auch sie spricht sich für einen Halbtagsbetrieb am Theodor-Heuss-Gymnasium aus. „Für mich wäre es schwieriger gewesen, Leistungssport zu betreiben, wenn ich an einem Ganztags-Gymnasium besucht hätte“, glaubt die Pforzheimerin. Als Lehrer hat sie Udo Kromer zwar nicht gehabt, aber Silke Lippok schätzt an ihrem Schulleiter, dass er immer kooperativ gewesen sei und immer „die bestmögliche Lösung gesucht“.

Schülersprecher Dimitri Kozak hat mit seinen Mitstreiterin in der vergangenen Woche Unterschriften der Schüler für ihren Wunschkandidaten Udo Kromer, den bisherigen stellvertretenden Schulleiter gesammelt.

Vom heutigen Gespräch mit dem Regierungspräsidenten Rudolf Kühner erhofft sich der Elftklässler, dass die Schulbehörde eine Erklärung für ihre Entscheidung hat, und warum das System an der Bildungseinrichtung geändert werden soll.

Die Stimmung an der Schule sei zweigeteilt, so Kozak. Natürlich hoffe, jeder darauf, dass Kromer der Direktor werde. „Aber man weiß nicht, was kommen wird.“

Genau diese Unsicherheit in der derzeitigen schwierigen Situation beklagt auch Hartmut Wagner. Der Elternbeiratsvorsitzende hat gestern die Unterschriftenliste der Schüler entgegen genommen. Er wird sie heute um 17 Uhr an den Regierungspräsidenten übergeben. Immerhin wie er Vater einer Abiturientin betont, haben über 50 Prozent der THG-Schüler unterschrieben. „Eine Verunsicherung in der derzeitigen Lage ist sicherlich schädlich“, so Wagner, und wird sich nach seiner Meinung auch negativ auf die Leistungsfähigkeit der Schüler auswirken. Und dies in einer Situation, in der 2012 zwei Abi-Jahrgänge die Reifeprüfung ablegen müssten. Warum das Regierungspräsidium eine solche Verunsicherung an der Schule schaffe, ist Wagner unbegreiflich.

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