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Weißensteiner wünschen sich einen eigenen Weihnachtsbaum auf der Bogenbrücke.
Auch Weißensteiner wünschen sich einen Weihnachtsbaum © dpa
22.12.2010

Auch Weißensteiner wünschen sich einen Weihnachtsbaum

PFORZHEIM. „Es war einmal Pforzheims schönster Ortseingang“, erinnert sich Ute Maisch, die an der Unteren Felsenstraße in Weißenstein wohnt und den Christbaum auf der Bogenbrücke beim „Goldenen Anker“ vermisst. „Nicht nur ich frage mich, warum jedes Jahr der hell erleuchtete Tannenbaum in Dillstein auf dem Ludwigsplatz steht?“, so die Weißensteinerin Ute Maisch in einem Schreiben an die PZ.

„Es wäre sinnvoller und gerechter, wenn der Christbaum im Wechsel ein Jahr auf dem Ludwigsplatz und im Folgejahr dann auf der Bogenbücke beim ,Goldenen Anker‘ aufgestellt werden würde“, wünscht sie sich. Dann hätten auch die Bürger in Weißenstein wieder etwas festliche Stimmung.

„Der Vorschlag klingt vernünftig, und die Stadt hätte auch nichts dagegen, allerdings sollte berücksichtigt werden, dass ein Weihnachtsbaum auf dem Ludwigsplatz von mehr Menschen gesehen wird als auf der Bogenbrücke“, sagt der städtische Pressesprecher Michael Strohmayer auf Anfrage der PZ. In die Entscheidung sei aber vor allem das City-Marketing, das für die Weihnachtsbäume in Pforzheim und in den Stadtteilen zuständig sei, sowie der Bürgerverein Dillweißenstein miteinzubeziehen.

Dietlinde Hess, Vorsitzende des Bürgervereins Dillweißenstein, kann sich „einfach nicht vorstellen, dass auf dem Ludwigsplatz als zentraler Ort im Stadtteil kein Weihnachtsbaum steht“. Deshalb sieht sie die Wechsel-Lösung kritisch und spricht sich eher für einen zusätzlichen Baum für Weißenstein aus, „nur muss eben dann über die Finanzierung gesprochen werden“. Rund 800 Euro koste die Anschaffung eines Baumes samt Hubsteiger-Einsatz, wobei aber für die Beleuchtung gesorgt sei. Lichterketten aus früheren Jahren lagerten noch beim Bürgerverein. Sie erinnere sich an drei Weihnachtsbäume in Weißenstein in früheren Jahren. „Einmal finanzierten die Weißensteiner selbst ihren Baum, ein anderes Mal konnte der Bürgerverein Spenden für die Baum-Aktion organisieren, ein drittes Mal blieb der Bürgerverein aber allein auf den Baumkosten sitzen“, so Hess. Eine solche Situation könne sich der Verein künftig nicht mehr leisten.