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Blumen und die Ernennungsurkunde für die neue Kollegin: Gert Hager mit Bürgermeistern Sibylle Schüssler. Foto: Seibel
04.07.2016

Auf Du und Du mit der neuen Baudezernentin Sibylle Schüssler

Wenn es noch eines Beweises für Sibylle Schüsslers Vernetztheit in Pforzheims Politik und Gesellschaft bedurft hätte, er wäre seit ihrer Amtseinführung am Montag als Bürgermeisterin für Bauen, Planen, Umwelt und Kultur erbracht: Wiederholt durchbricht ein „Du“ das förmliche „Sie“ in den Begrüßungen, sei es bei Oberbürgermeister Gert Hager, bei Planungs-, Vermessungs- und Liegenschaftsamtschef Manfred Rudolph oder bei Schüssler selbst in Richtung der neuen Bürgermeisterkollegen Monika Müller und Roger Heidt.

Bildergalerie: Amtseinführung von Bürgermeisterin Sibylle Schüssler

Langjährige Bekanntschaft, langjährige konstruktive und auch kritische Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, dem Baudezernat und der Verwaltungsspitze haben dazu geführt, aber auch der Umstand, dass Schüssler „ein echtes Pforzheimer Kind“ ist, wie Hager sagt. Eine, die ihre Geburtsstadt liebt, sich als Kommunalpolitikerin mit Fleiß, Überblick und Sachverstand eingebracht habe, und: „Sie kann führen“, sagt Hager an die Adresse derer, die der Gymnasiallehrerin Schüssler skeptisch gegenüberstanden, „aber ohne zu dominieren“. Sie werde eines Tages in einer Reihe mit Bürgermeister-Persönlichkeiten wie Albert Klein, Siegbert Frank, Matthias Wittwer und Hermann Kling stehen. „Schön, dass Sie da sind, wir brauchen Sie“, schließt Hager die offizielle Begrüßungsrede.

Manfred Rudolph blickt für die Mitarbeiter des technischen Ressorts optimistisch in die Zukunft. Manch anfängliche Skepsis habe sich bereits in Wohlwollen und Zuversicht verwandelt, und er selbst habe seit langem erlebt, wie intensiv und kundig sich Schüssler als Stadträtin mit Bauen und Planen befasst habe. Für den Personalrat überbringt dessen Vorsitzender Franz Herkens die Glückwünsche. „Wir sind froh, dass ein lückenloser Übergang an der Spitze des Dezernats möglich ist.“

Die neue Bürgermeisterin selbst skizziert ihre Amtsführung, wie sie es ähnlich vor und nach der Wahl tat: Zukunftsgerichtet, über Ressortgrenzen hinaus denkend und aus den Traditionen der Stadt, Schmuckkunst und Design, – der DNA, wie sie es nennt – planerisch, baulich und kulturell die Stadt neu entwickelnd. Eine Ornamenta soll Kultur, Design und Bauen zusammenführen, eine Internationale Bauausstellung eingerichtet werden, das Quartier unterm Schlossberg der Stadt eine Seele geben.

Aufmerksam hören die zahlreichen Vertreter der Bauwirtschaft und des Kultursektors, des Landratsamts und des Regionalverbands zu, auch dessen Direktor Dirk Büscher, der von der CDU als nächster Neuer auf der Bürgermeister-Riege nominiert ist und dort dem Ersten Bürgermeister Roger Heidt nachfolgen soll.

Das letzte Musikstück von Trompeter Sebastian Studnitzky und einem Ensemble aus Musikern des Südwestdeutschen Kammerorchesters und Badischer Philharmonie lässt den feierlichen Akt dann locker ausklingen, bevor es zum Umtrunk geht.