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„Immerhin die Emil-Strauß-Straße hat schon ein einordnendes Zusatzschild. Der umstrittene Autor war in Pforzheim bis zu seinem Tod 1960 Ehrenbürger geblieben. Die Uni-Stadt Freiburg hatte ihm diese Würde 1946 entzogen“; weiß PZ-Chefredkateur Marek Klimanski.  Foto: PZ 

Auf Nazi-Jagd im Niemalsland - Kulturausschuss widmet sich einmal mehr dem Umgang mit Pforzheimer Straßennamen

„Aus, vorbei, ich war ein Dichter/all mein Sehnen, all mein Hassen/Ist vom Genius verlassen/Leben, zeig mir neue Lichter“: Nun ist der Verfasser dieser Kolumne bekanntlich und bekennend mal ein mehr und mal ein weniger Dichter, aber dass man in diesen trüben Tagen neue Lichter bräuchte – wer wollte es bestreiten? Rufen wir also in Erfüllung des Bildungsauftrags der Presse mit diesen Eingangsversen ihren Verfasser Erich Mühsam (1878, Berlin, bis 1934, KZ Oranienburg) in Erinnerung. Und damit den Umstand, dass es in Deutschland ganz viele nicht durch Nazi-Verbindungen belastete Literaten gibt. Das sieht jedoch für die nach 1933 im Deutschen Reich lebend verbliebenen Autoren etwas anders aus. Deshalb ist es auch in Pforzheim gar nicht schwer, Straßen zu finden, die nach Persönlichkeiten mit NS-Bezug benannt sind.

Eine Kolumne von PZ-Chefredakteur Marek Klimanski

Seit Jahrzehnten und diese Woche erneut hat sich die Stadtpolitik um den, nunja, rechten Umgang damit gewunden. Bekanntester Fall ist die nach dem nazinahen Pforzheimer Dichter benannte Emil-Strauß-Straße. Letztlich waren es vor Jahren die

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