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Ganz nah kommen Laster diesen Häusern an der Kelterstraße. Foto: Privat
Ganz nah kommen Laster diesen Häusern an der Kelterstraße. Foto: Privat
28.10.2015

Auf Tuchfühlung mit dem Lkw: Enge Gehwege an der Kelterstraße

Pforzheim. Wird die bereits laufende Baumaßnahme auf der Kelterstraße doch noch ausgebremst und abgeändert? Die Mitglieder des Bau- und Liegenschaftsausschusses plädierten in ihrer jüngsten Sitzung für einen solch einschneidenden Schritt.Wie berichtet, hatten Anwohner kritisiert, dass die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände vor der Haustür durch die aktuellen Arbeiten zementiert, oder besser: asphaltiert würden. Sie wähnen sich in Lebensgefahr, weil Lastwagen direkt an den Häusern und damit dicht an Fußgängern vorbeidonnern. Zumal an Tagen, wenn Gelbe Säcke den schmalen Gehweg blockieren.

Wie Harald Kuch, stellvertretender Leiter des Grünflächen- und Tiefbauamts, herausstellte, wird die Straße nicht um- oder ausgebaut, sondern lediglich für etwa eine Million Euro instand gesetzt. Ein Umbau würde drei Millionen Euro kosten, wobei die dann nötige Umgestaltung der Kreuzung zur Baumannbrücke, das Verlegen von Leitungen und das Risiko von Schadstoffen im Boden noch gar nicht eingerechnet seien.

Kuch betonte die Verbesserungen durch die aktuelle Maßnahme: ebener Belag, lärmmindernder Asphalt und die Beseitigung einer unter einem Meter breiten Engstelle des Gehwegs auf der Nordseite. Der gesamte Gehweg zwischen den Hausnummern 57 und 64 wäre dann 1,50 Meter breit. Immer noch viel zu wenig, stimmten die Stadträte den verärgerten Anwohnern zu. Kuchs Vorschläge, einen Sammelplatz für Müllsäcke und -container einzurichten und beim Regierungspräsidium für diesen Bereich Tempo 30 zu beantragen, ging ihnen nicht weit genug.

Zustimmung von allen Seiten erhielt Axel Baumbusch (Grüne Liste) für den Vorschlag, auf den Gehweg im Süden samt Ampelanlage zu verzichten und dafür jenen auf der Nordseite zu verbreitern. Wie teuer das wäre, steht in den Sternen. Zumal Kuch vor einem Kostensprung bei einer Verschiebung der Straße warnte und Bürgermeister Alexander Uhlig darauf hinwies, dass der Gehweg auf der Südseite teils schon wieder eingebaut ist.

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