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Auf dem Heimweg von Pforzeim: Rumäne erdrosselt Mutter © dpa
03.07.2014

Auf dem Heimweg von Pforzheim: Rumäne erdrosselt zweifache Mutter

Karlsruhe. Mit unvorstellbar grausigen Details hat am Donnerstag der Prozess gegen einen 30-Jährigen begonnen, der eine Mutter von zwei Kindern vergewaltigt und ermordet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die 47-Jährige kurz vor Weihnachten auf dem Heimweg von der Arbeit in Pforzheim in Karlsruhe überfallen zu haben.

Bildergalerie: Prozess um ermordete Mutter beginnt in Karlsruhe

Nachdem er die alleinerziehende Mutter trotz heftiger Gegenwehr überwältigt hatte, verging er sich an der inzwischen ohnmächtigen Frau und zog einen Schal mit Hilfe eines Holzstöckchen so lang um den Hals zu, bis sie starb.

Laut Anklage stach er der Toten dann in beide Augen und schnitt eines hinaus - er habe damit verhindern wollen, dass ihre Augen ihn verrieten. Später entkleidete er die Tote und warf sie in das Flüsschen Alb nahe ihrer Wohnung. Auch ihre Kleidung, Rucksack und das zerstörte Handy warf er in den Fluss.

Der Angeklagte schwieg zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Karlsruhe. Seine Sicht der Dinge trug ein psychiatrischer Gutachter vor, mit dem er im Gefängnis gesprochen hatte. Demnach bestritt er die Tat, behauptete aber, dass er sein Opfer schon vorher gekannt und mit ihr einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehabt habe.

Der mutmaßliche Täter war von der eigenen Schwester und deren Bekannten bei der Polizei angezeigt worden. Er soll ihnen gegenüber die Tat eingeräumt und Details gewusst haben, die nur der Mörder wissen konnte. Ein DNA-Test erhärtete den Verdacht.

Vor Gericht und damit vor ihrem Bruder wollte die zierliche junge Frau die Aussage nicht wiederholen. Alles, was sie bei der Polizei gesagt habe, könne aber verwendet werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 30-jährigen Angeklagten Vergewaltigung im besonders schweren Fall in Tateinheit mit Mord vor. Er wurde zwei Tage nach dem Fund der Leiche festgenommen. Er soll in seiner Heimat Rumänien wegen verschiedener Delikte bereits über mehrere Jahre in Haft gewesen sein.

Die ermordete Karlsruherin hinterlässt zwei Kinder im Alter von 9 Jahren und 16 Jahren. Der Junge soll nun bei seinem Vater leben, die ältere Schwester kam bei Bekannten unter.

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