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© Stadt Pforzheim
10.11.2010

Auf dem Weg zu einer besseren Zukunft der Stadt

PFORZHEIM. Der Gemeinderat der Stadt Pforzheim und das Bürgermeisteramt haben am Mittwochnachmittag eine weitreichende Entscheidung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Pforzheim getroffen. Nach einer sehr intensiven und konstruktiven Diskussion wurde der Masterplan der Stadt Pforzheim auf den Weg gebracht. Dabei geht es um nichts anderes als um den besten Weg in die Zukunft für die Stadt - unter Bürgerbeteiligung. 

Und PZ-news will wissen, wo der Bürger die größten Probleme der Stadt sieht und welche Lösungen er hat. Schicken Sie uns eine Liste mit den Pforzheimer Problemfeldern, die dringend einer Lösung bedürfen. Schreiben Sie uns, wie die künftige Entwicklung der Stadt aussehen soll. Senden Sie uns Ihre Ideen per E-Mail mit dem Stichwort „Masterplan“ an internet@pz-news.de oder diskutieren Sie mit im Forum von PZ-news unter www.pz-news.de/forum.

Oberbürgermeister Gert Hager, Erster Bürgermeister Roger Heidt, Bürgermeister Alexander Uhlig und die Fraktionen und Gruppierungen im Gemeinderat äußerten sich im Anschluss vor der Presse mit einer Stimme: „Der Masterplan wird die Leitlinie für die Stadtentwicklung in den kommenden 15 bis 20 Jahren sein. Um die Stadt für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen, gibt es keine Alternative zu diesem großangelegten Prozess mit bürgerschaftlicher Beteiligung“. In den kommenden zwei Jahren werden Gemeinderat, Bürgerschaft, externe Fachleute und Verwaltung gemeinsam Ziele, Projekte und Maßnahmen erarbeiten. Dazu wurden bereits während der ersten Tagung vor sechs Wochen in Altensteig sogenannte strategische Handlungsfelder entwickelt.

Oberbürgermeister Hager verspricht „einen offenen und sehr kommunikativen Prozess, bei dem sich jeder in dieser Stadt einbringen kann, um gemeinsam das Beste nach Vorne zu stellen“. Die Gesamtkosten dieses Prozesses werden sich mit rund 300.000 Euro auf zwei Jahre verteilt in dem Rahmen bewegen, den andere Städte sich auch gegeben haben.

Was sieht der Masterplan in Pforzheim vor? Zunächst werden auf allen Ebenen (Verwaltung im Rathaus, Experten, Bürgerschaft) Informationen und die Ziele für jedes strategische Handlungsfeld erarbeitet. Die strategischen Handlungsfelder heißen: Wirtschaft, Arbeit und Finanzen, Bildung und Entwicklungschancen, Miteinander und Teilhabe, Mobilität, Stadtbild/Wohnen, Natur und Kultur.

Die Bürgerschaft wird sich in den kommenden zwei Jahren in diesen Prozess sehr stark einbringen können. In sogenannten „Themenmonaten“ werden im Jahr 2011 zwischen April und Dezember sämtliche sechs strategischen Handlungsfelder abgearbeitet. Die Zukunftswerkstätten werden nach den bisherigen Überlegungen jeweils 1,5 Tage dauern. Dabei werden seitens der Bürgerschaft Ziele und Maßnahmen in den strategischen Handlungsfeldern erarbeitet.

In der zweiten Phase des Prozesses erfolgt eine Zusammenführung und die Bewertung der Ergebnisse aus den einzelnen strategischen Handlungsfeldern in handlungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen. In diesen Arbeitsgruppen werden Vertreter der Bürgerschaft gemeinsam mit Experten und Gemeinderäten zusammenarbeiten. In der dritten Phase wird es darauf ankommen, die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen in der gemeinderätlichen Steuerungsgruppe zusammenzuführen und zu bewerten.

Nach dem Votum des Gemeinderates entsteht jetzt der Masterplan für die kommenden 15 bis 20 Jahre der Stadt Pforzheim. Oberbürgermeister Gert Hager lässt keinen Zweifel daran, dass „wir uns alle in der Stadt Pforzheim auf einen sehr engagierten und langwierigen Prozess einlassen, zu dem ich keine Alternative sehe“. Innerhalb des Prozesses liegen „erhebliche Chancen, die wir nutzen müssen, auch in der Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung – ich bin bereit für dieses große Wagnis“.

Oberbürgermeister Hager ist sich sicher, dass die Stadt Pforzheim damit einen Prozess sehen wird, der in dieser Weise „noch nicht durchgeführt worden ist“. Mit der Klausur hat der Gemeinderat den Startschuss gegeben, jetzt geht die Arbeit los. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Vorbereitungen getroffen, um die vorgesehenen Strukturen „mit Leben zu füllen“. Für den 2. Februar 2011 ist eine Bürgerversammlung vorgesehen, die die Bürgerschaft genauestens über das informieren wird, was in den kommenden Monaten passiert. „Hier besteht das erste Mal die Möglichkeit, sich für eine Mitarbeit in diesen Prozess von Seiten der Bürgerschaft einzuschreiben; ich freue mich bereits heute auf diesen Tag, denn dann wird der Prozess sichtbar und nimmt Gestalt an“, so der Oberbürgermeister.

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