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Kino und Köstlichkeiten zeigen Winfried Thein (Programmrat und Verantwortlicher der Reihe „Natur und bäuerliches Leben“), Juliane Tag (Teilzeitsennerin) und Norbert Fischer (Langenburger Schafskäserei, von links).  Foto: Läuter
Kino und Köstlichkeiten zeigen Winfried Thein (Programmrat und Verantwortlicher der Reihe „Natur und bäuerliches Leben“), Juliane Tag (Teilzeitsennerin) und Norbert Fischer (Langenburger Schafskäserei, von links). Foto: Läuter
17.12.2015

Auf der Alp ist kaum Platz für Romantik

Knapp 20 Jahre ist es her, dass der Schweizer Regisseur Erich Langjahr seine Dokumentation „Die Sennenballade“ veröffentlicht hat. In der Reihe „Natur und bäuerliches Leben“ wurde dieser Film über das Leben und Arbeiten einer Schweizer Bauernfamilie nun vor rund 60 Zuschauern im Kommunalen Kino (KoKi) gezeigt.

Umrahmt hat Winfried Thein, Mitglied des KoKi-Programmrats und verantwortlich für die Reihe, diesen Abend mit der Einladung gleich zweier Gäste: der Teilzeitsennerin und Kinderbuchautorin Juliane Tag und dem Käsebauern Norbert Fischer, der in Langenburg seit rund 30 Jahren eine Schafskäserei betreibt. Entsprechend konnten an diesem Abend im Foyer verschiedene Käsesorten als auch Tags Erstlingswerk „Cleo auf der Alp“ erworben werden.

Dass das Leben während des Sommers auf einer Alp nicht ganz so romantisch ist, wie sich das mancher Städter vorstellen mag, machten zum einen Langjahrs langsam komponierte und durchaus schöne Bilder des Alltags auf dem Berg deutlich. Zum anderen Tags Berichte über ihre Erfahrungen als Sennerin – ohne freien Tag während der Saison – das, so Tag, sei keine Seltenheit. Denn die Tiere wollen gemolken werden, auch am Sonntag. Und die frische Milch muss zügig verarbeitet werden.

Ihre Tage hätten morgens um fünf Uhr begonnen und erst gegen Mitternacht geendet, erzählte die studierte Grafikdesignerin. Dennoch habe sie sich nun entschlossen, nun einen Lehrgang zur Fachagrarwirtin für handwerkliche Milchverarbeitung zu absolvieren.