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Reges Treiben in der Gemeindehausküche: Ute Heinrich, Bernd Antritter, Iris Mönig, Regina König, Vera Reinmuth-Sperl und Reinhard Lehmann (von links) vom Mittagstisch-Team arbeiten Hand in Hand.
Reges Treiben in der Gemeindehausküche: Ute Heinrich, Bernd Antritter, Iris Mönig, Regina König, Vera Reinmuth-Sperl und Reinhard Lehmann (von links) vom Mittagstisch-Team arbeiten Hand in Hand.
14.10.2018

Auf der Suche nach einem Nachfolger

Dobel. Iris Mönig wird diesen Monat zu ihrer Tochter in die Pfalz ziehen. Damit steht der Dobler Mittagstisch ohne Organisatorin da. „Selbstverständlich helfen wir weiter mit“, erklären Ute Heinrich, Regina König, Vera Reinmuth-Sperl und Reinhard Lehmann beim Oktober-Essen. Ebenso Franziska Hieber, die gemeinsam mit Mönig die Herbstdeko gestaltet hat. Das Team hat sich ins Zeug gelegt mit einem saisonalen Drei-Gänge-Menü aus Kürbissuppe, Gemüsequiche mit Mangold, Kohlrabi und Karotten, dazu Blattsalat sowie Vanillepudding mit Pflaumen zum Nachtisch.

Fast 25 Personen kommen zum Essen zusammen. Pfarrer Ludwig Thon spricht das Tischgebet im evangelischen Gemeindehaus. Bürgermeister Christoph Schaack hilft als aufmerksamer Gast beim Essen austeilen. Im Mittelpunkt aber stehen die Gäste, die gerne hier zusammenkommen, um monatlich in herzlicher Atmosphäre und guter Gemeinschaft zu essen.

Reibungsloser Ablauf

Unter Leute zu kommen, das bedeutet den meisten eine Menge. Aber auch das Essen. „Natürlich komme ich deswegen“, sagt eine ältere Dame, lächelt und schlürft genussvoll einen zweiten Nachtisch, der sonst übrig geblieben wäre. Ein älterer Herr nimmt dankend in einem Plastikgefäß übrige Kürbissuppe mit. Jeder gibt für das Essen eine Spende – so viel, wie er kann. „Da sind Leute dabei, die haben nur wenige hundert Euro Rente. Für die bedeutet dieses Essen etwas. Wir verteilen komplett alles, was übrig ist. Die Menschen sind dankbar“, erklärt Mönig mit roten Wangen – selbst essen, das kann sie an so einem Tag nicht. Dazu ist sie viel zu nervös, muss an allen Ecken für Nachschub und einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.

Sie stellt Bernd Antritter vor, der seit einigen Monaten kräftig mithilft und ein echter Gewinn in der Küche sei. Sie verabschiedet Renate Grießhammer – altershalber. Und sie verkündet, dass sie trotz Umzugs noch für die Essen im November und Dezember da sein wird. Bis dahin, so hofft die 66-Jährige, ist hoffentlich jemand gefunden, der ihre Aufgaben in die Hände nimmt, damit nicht verloren geht, was aufgebaut wurde. Dazu gehört die Planung und Vorbereitung der Essen – regional und saisonal, nach guter Hausmannsart. Kreativ und planerisch flexibel sollte der Nachfolger die Spenden der Sponsoren wirtschaftlich nutzen – und nie erschrocken sein, Sponsoren zu halten oder neu zu gewinnen. „Zum Weihnachtsessen am 18. Dezember, bei dem ich das letzte Mal mitkoche, wäre das mein größter Wunsch“, sagt Mönig.

Interessierte können telefonisch unter (0 70 83) 9 32 47 75 Kontakt aufnehmen.