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05.06.2008

Auf geradem Weg in den Tod - 23-Jähriger rast unangeschnallt frontal gegen einen Baum

PFORZHEIM. Ein 23-Jähriger aus Pforzheim ist in der Nacht auf Donnerstag in der Nähe des Wildparks tödlich verunglückt. Er war um 0.35 Uhr auf gerader Strecke laut Polizei mit weit überhöhter Geschwindigkeit von der Straße nach rechts abgekommen und unangeschnallt frontal gegen einen Baum geprallt. Der junge Mann ist der zehnte Verkehrstote in diesem Jahr. 2007 gab es insgesamt nur sieben.

Für den Unfall selbst gibt es keine Zeugen. Zumindest keine, von denen die Polizei weiß. Deshalb wird es sich wohl nie restlos klären lassen, ob der 23-jährige Pforzheimer vielleicht einem Tier ausweichen wollte, als er aus Richtung Seehaus kommend durch den Hagenschieß-Wald fuhr. Sicher ist nur, dass wenige Minuten später Autofahrer die Polizei alarmierten, weil sie den völlig demolierten VW Golf älterer Bauart neben der Straße vor einem Baum gesehen hatten.

„Der nicht angeschnallte Fahrer wurde sofort getötet, für ihn kam jede Hilfe zu spät“, heißt es im Polizeibericht. Die Feuerwehr musste die Leiche aus dem Auto bergen.

An dieser Strecke, kurz vor einer Linkskurve, besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Erlaubt sind maximal 70 Stundenkilometer. Allerdings steht das Tempo-70-Schild nur wenige Meter von der Unfallstelle weg, davor liegt eine rund 250 Meter lange, leicht abfallende, aber gerade Strecke.

Wie auch immer: „Der Fahrer ist viel zu schnell gefahren, mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit.“ Wie hoch sie exakt war auf der regennassen Straße, könnte höchstens ein Gutachten klären. Das wird es wohl nicht geben, da kein anderes Auto in den Unfall verwickelt ist. Alkohol und Drogen seien bei dem Toten nicht festgestellt worden. Und auch von einer Bremsspur ist nichts zu sehen.