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Grau sind die Natursteine, die das Pflaster auf der sichtlich aufblühenden Meile am Bahnhofplatz unterteilen. Foto: Erb
Grau sind die Natursteine, die das Pflaster auf der sichtlich aufblühenden Meile am Bahnhofplatz unterteilen. Foto: Erb
09.07.2019

Aufatmen am Bahnhofplatz: Nur wenige neue Pflastersteine müssen nochmals raus

Pforzheim. Jahrelang hatten die Geschäftsleute und Gastronomen am Bahnhofplatz auf die Verbreiterung des Gehwegs und damit auch auf mehr Platz zur Außenbewirtung ihrer Gäste gewartet. Als diese Pläne dann endlich in die Tat umgesetzt wurden, litten die Anrainer wochenlang unter den Bauarbeiten vor den eigenen Türen, die zwischenzeitlich kaum zu erreichen waren.

Um so größer war die Enttäuschung nun, da alles fertig ist und dieser Bereich gegenüber dem Hauptbahnhof merklich aufblüht, als die Nachricht die Runde machte, dass große Teile des Bodenbelags wieder raus und durch neues Material ersetzt werden sollten. Am Dienstagnachmittag aber meldete der städtische Sprecher Philip Mukherjee eine rathausinterne Entscheidung, die alle Beteiligten aufatmen lassen dürfte.

Wie Mukherjee bestätigte, war der beauftragten Firma ein Fehler unterlaufen, und sie hatte die Natursteine, die die helleren Elemente des Pflasters unterteilen, im falschen Farbton bestellt. Grauwacke-Rot heißt der Typ dieses Steins, der bereits in der Verlängerung der Bahnhofstraße verbaut worden war. Geordert und geliefert wurde aber Grauwacke-Grau. Damit die Betreiber der Läden und Bars am Bahnhofplatz nicht noch länger auf den ersehnten Neustart warten mussten – die Lieferzeit für rotes Pflaster hätte sechs Monate betragen –, gab die Stadtverwaltung dem Einbau der grauen Steine den Segen. Dies aber zunächst mit dem Vorsatz, sie im Herbst durch besagte Firma und auf deren Kosten wieder ersetzen zu lassen. Gut eine Woche hätte dieser Austausch auf gesamter Strecke gedauert – und das Risiko geborgen, dass durch die Reparaturen auch das angrenzende hellere Pflaster Schaden nimmt.

Nun aber haben die Experten der Stadt das aktuelle Ergebnis inspiziert und sind am Dienstag endgültig zu der Entscheidung gelangt, dass eine kleinere Korrektur ausreichend ist. „Das Erscheinungsbild ist sehr gut und so stimmig“, sagt Mukherjee und verweist darauf, dass – anders als auf der Bahnhofstraße – etwa am nahen Schloßberg ebenfalls solche grauen Steine zu finden sind. „Wir werden die Natursteine am Bahnhofplatz im grauen Farbton belassen.“

Lediglich die Übergänge auf Höhe der hippen Suppenküche und Eisdiele „Soupernice“, wo tatsächlich Grauwacke-Rot unmittelbar auf Grauwacke-Grau trifft, würden nachgebessert und vereinheitlicht. Dies aber sei binnen eines Tages zu erledigen und werde erst nach Saisonschluss der Außenbewirtung im Herbst gemacht.

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