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Oliver Fesser, Andi Bregaj, Collin Praud und Luis Ossmann (von links) beobachten gespannt ihren Mitschüler Philipp Rudek am Motorradsimulator.  Foto: Haug 

Aufmerksamkeit im Straßenverkehr lässt nach - Verkehrswacht sensibilisiert

Pforzheim. Rasende Autos, große Fahrzeugsimulatoren und Schüler mit Rauschbrillen auf dem Kopf – die Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis veranstaltet derzeit die Verkehrssicherheitstage auf dem Messplatz. Dabei probierte sich die elfte Klasse der Fritz-Erler-Schule an Simulationsgeräten aus, und die Auszubildenden des Unternehmens Stöber nahmen am parallel stattfindenden Fahrsicherheitstraining teil.

Mittelpunkt der insgesamt viertägigen Veranstaltung ist das richtige Verhalten im Straßenverkehr, das häufig durch Ablenkung, Übermüdung und Alkoholeinfluss nicht gewährleistet wird. Mit Ablenkung ist besonders die „APPlenkung“ durch technische Geräte am Steuer gemeint. Um den Teilnehmern die Dringlichkeit dieser Gefahr näherzubringen, werden die Schüler im Fahrsimulator mit auftauchenden SMS-Nachrichten auf dem Bildschirm konfrontiert und müssen sich trotzdem weiterhin konzentrieren. Überdies gibt es ein Reaktionstestgerät, das die Schnelligkeit des Bremsens auswertet. Da merke man sofort, wer abgelenkt sei, so die Vorsitzende der Verkehrswacht, Daniela Vogel. Welche Auswirkungen der Alkoholkonsum auf den Körper hat, können die Jugendlichen beim Rauschbrillenparcours ausprobieren. Enes Altintas, ein Schüler der Fritz-Erler-Schule, meint: „Man sieht alles verzerrt, und die Hände sind woanders, wo man sie fühlt.“ Neben dieser wahrnehmungsverzerrenden Brille gibt es den Motorradsimulator und Gurtschlitten. Letzteres demonstriert anhand von elf Kilometern pro Stunde, wie wichtig ein Sicherheitsgurt ist.

Während die Schüler sich an einer Vielzahl von Geräten austoben, lernen die Azubis ihr Auto besser kennen. Zuallererst wird der Sitz richtig eingestellt, da die meisten jungen Leute den Sitz auf Schlafposition hätten und die Kopfstütze eher eine Nackenstütze sei, so Andreas Berchtold, Beisitzer des Vorstands der Verkehrswacht. „Die Teilnehmer lernen hier, richtig zu lenken, zu bremsen und ihr Auto einzuschätzen“, so Vogel.

Für das Fahrsicherheitstraining muss man sich explizit anmelden. Alles andere steht heute und am kommenden Freitag und Samstag jedem kostenlos zur Verfügung. Mit den Verkehrssicherheitstagen soll den negativen Unfallentwicklungen und der Rücksichtslosigkeit entgegengewirkt werden.