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Blick in die Zukunft: Aufgeräumt und ruhig, zugleich aber doch lebendig soll sie sein, die neue Fußgängerzone. Foto: Schmid, Treiber, Partner
Blick in die Zukunft: Aufgeräumt und ruhig, zugleich aber doch lebendig soll sie sein, die neue Fußgängerzone. Foto: Schmid, Treiber, Partner
13.09.2017

Aufräumen als Devise: Alles klar für die neue Pforzheimer Fußgängerzone

Pforzheim. Die Ansage der Baubürgermeisterin war klar: „Aufräumen ist die Devise in der Fußgängerzone.“ Und gleich im Januar soll’s losgehen. Sibylle Schüssler hatte – zusammen mit WSP-Direktor Oliver Reitz – die Hauseigentümer zum „Gewerbe-Immobilien-Dialog“ eingeladen, um sie über Intention und Prozedere dessen zu informieren, was dann vor deren Haustür passiert.

Pforzheims 200 Meter lange Fußgängerzone – bestückt mit 20 Lindenbäumen – war in die Jahre gekommen. Wenn die Neugestaltung im November nächsten Jahres beendet ist, wird das innerstädtische Filetstück den Anspruch einer Flaniermeile erheben dürfen. Das machte Thomas Treiber deutlich, dessen Planungsbüro hier eine gute Handschrift zeigt. „Die Fußgängerzone wird entrümpelt und aufgeräumt“, sagt der Architekt und erklärt den Hausbesitzern, wie das Wechselspiel von Begegnungs- und Aufenthaltszone funktioniert. Mit dem wechselnden Farbenspiel großflächiger Betonplatten soll die Fußgängerzone ein ruhiges und zugleich lebendiges Bild erhalten.

Schön gestaltete Sitzgelegenheiten – im Höhenprofil abgestuft und mit Holzauflage – sind von Lichtstelen flankiert. Mit den Bauarbeiten wird in der Mitte der Fußgängerzone begonnen, die Geschäfte werden immer zugänglich sein.

Das Ziel: ein „Aha-Effekt“

Um die Fußgängerzone quasi in ein Gesamtkunstwerk zu überführen, hat die Stadtverwaltung den Hausbesitzern ein Fassadenkonzept an die Hand gegeben, und Architekt Treiber „träumt davon, dass die Gastronomen mit einheitlichen Sonnenschirmen den Gesamteindruck verstärken“, so dass die Pforzheimer eines Tages „mit Aha-Effekt“ in die neue Fußgängerzone gehen. Sie wird ohne Barrieren, am Eingang aber durch Poller abgeschirmt sein.

Dass die Fußgängerzone am Leopoldplatz nicht endet, sondern ihre Fortsetzung bis zur Schlössle-Galerie findet, darauf verwies PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer. Konzepte zur Neugestaltung liegen vor. Sein Hinweis an die Baubürgermeisterin: „Holen Sie die Pläne aus Ihrer Schublade.“

Mehr darüber lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.