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Konsumtempel Merkur 1938 aus dem Stadtarchiv.  Foto: Otto Kropf 

Aufruf zum Mitmachen: Ausstellung „Konsumtempel“ soll mit Film begleitet werden

Pforzheim. Ab dem 24. Oktober zeigt das Kulturamt der Stadt Pforzheim im Stadtmuseum die Ausstellung „Konsumtempel – Warenhäuser in Pforzheim“, die von der Kunsthistorikerin Christina Klittich kuratiert wird: Wronker-Knopf-Schocken-Merkur-Kaufhalle-Horten-Schneider-Galeria Kaufhof – in Pforzheim sind diese Namen seit Generationen Inbegriff für Einkaufen. Im Jahr 1899 eröffnete am Pforzheimer Marktplatz mit dem Warenhaus „Wronker“ das erste moderne Kaufhaus der Stadt.

Daneben entstand einige Jahre später ein stattliches Gebäude für den Warenhauskonzern „Geschwister Knopf“. 1928/29 folgten „Ehape“ und „Woolworth“ an der Leopoldstraße. Die lichtdurchfluteten Jugendstilkaufhäuser am Marktplatz strahlten großstädtischen Flair aus und boten den Kunden auch Luxuswaren, Erfrischungsräume und Spezialabteilungen für Feinschmecker. Das Kaufhaus „Wronker“ bezog 1914 einen Neubau an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße, der später vom Schocken-Konzern übernommen wurde. 1938 wurden die jüdischen Einkaufsstätten arisiert. Das Kaufhaus „Geschwister Knopf“ wurde zum Kaufhaus „Luplow“ und das Warenhaus „Schocken“ bekam den Namen „Kaufstätte Merkur“.

Nach der Kriegszerstörung richteten einige Warenhäuser kleine Ausweichverkaufsstellen in den unzerstörten Stadtteilen ein, wie etwa „Merkur“ in der Nordstadt oder die „Kaufhalle“ in Brötzingen. 1953 wurde der neue „Merkur“ am alten Platz an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße eingeweiht. Für die Ausstellung sucht das Kulturamt alte Prospekte der Warenhäuser sowie Dinge, die bei „Wronker“, „Geschwister Knopf“ oder „Schocken“ erworben wurden.

Für einen Filmbeitrag werden Zeitzeugen gesucht, die sich an die Kaufhäuser von früher erinnern oder dort gearbeitet haben. Zeitzeugen können sich beim Kulturamt der Stadt Pforzheim: eleni.engeser@pforzheim.de oder telefonisch unter (07231)39 3930 melden.