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Symbolbild: dpa
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12.10.2017

Aufstockung der Koordinierungsstelle: Schnellerer Weg zum Sprachkurs

Pforzheim. Die Stadtverwaltung möchte eine weitere Stelle für die Koordinierung von Angeboten der acht Pforzheimer Sprachkursträger schaffen.

Dazu sind für die Jahre 2018 und 2019 je 66 000 Euro aus dem Topf der kommunalen Beschäftigungsförderung nötig. Der gemeinderätliche Ausschuss für Soziales und Beschäftigung wird am 19. Oktober darüber diskutieren. Bislang gibt es bereits eine Stelle beim Jugend- und Sozialamt, die die Sprachträger, Land und Enzkreis finanzieren. Pforzheim beteiligt sich mit 35 000 Euro jährlich daran. Die Landesförderung endet in zwei Monaten. Im Jahr 2012 war die Stelle als Pilotprojekt gestartet.

Zunächst stehe es laut Sozialbürgermeisterin Monika Müller allen Berechtigten (in der Regel seien auch Selbstzahler dabei) frei, den Kurs zu besuchen und gegebenenfalls auch vorzeitig zu beenden oder abzubrechen. Bei Verpflichteten, die in der Regel kostenbefreit seien und bei einem Kursabbruch mit Sanktionen rechnen müssten, gebe es durchaus nachvollziehbare Abbruchgründe wie etwa Arbeitsaufnahme, fehlende Kinderbetreuung, Krankheit oder Schwangerschaft. Die Stadt möchte jetzt mit der befristeten Aufstockung die Abbrecherquote von 39,6 Prozent senken und dafür sorgen, dass Migranten schneller arbeitsfähig werden. Es sollen bei Nichtteilnahme Rückmeldungen von den Träger schneller ans Jobcenter gelangen, damit notfalls Sanktionen erfolgen können, wenn es keine guten Gründe für das Wegbleiben eines Teilnehmers gibt.

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