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Beim Festkonzert im Reuchlinhaus dirigiert Oliver Scherke (rechts) das Orchester der Jugendmusikschule. Noah Bahcecioglu überzeugt mit einem Solo auf der Violine. Foto: Keller
Andreas Michel, Leiter der Musikschule, kann zum Festakt Gäste aus Politik und Gesellschaft begrüßen. Foto: Keller
In einem Workshop gibt es am Sonntag die Möglichkeit Musikinstrumente selbst zu basteln. Foto: Meyer
Die frühkindliche Gruppe zeigt beim Schulfest ihr Können. Foto: Meyer
26.05.2019

Aus Liebe zur Musik: Große Feier zum 60. Geburtstag der Jugendmusikschule

Pforzheim. Von klassischer Musik über Jazzmusik und Bigband Sound bis hin zu Popmusik – beim Festkonzert anlässlich 60 Jahre Jugendmusikschule Pforzheim, haben Schüler und Lehrer ein abwechslungsreiches Programm im Vortragssaal des Schmuckmuseums gestaltet. Ob Solo-, Ensemble- oder Orchesterbeiträge, das Konzert hat einen Einblick in die erfolgreiche und vielfältige Arbeit der Musikschule geboten.

„Wir fiebern schon seit über einem Jahr auf dieses Jubiläum hin“, sagte Schulleiter Andreas Michel bei der Begrüßung. „Lassen Sie sich berühren von der Musik und lassen sie sich mitreißen.“ Ein Grußwort sprach auch Eltern- und Schülervertreterin Sylvia Renkert. Sie hob hervor, dass die Eltern mehr als 60 Prozent des Musikschulhaushalts finanzieren und damit fast 700 000 Euro jährlich aus Unterrichtsgebühren zusammenkommen. Ein Grußwort kam auch von Frank Morgenstern vom Pforzheimer Kulturrat, Sektion Musik. Er betonte, dass die Jugendmusikschule bislang bei keinem vom Kulturrat organisierten „Tag der Musik“ gefehlt habe und freute sich darauf, dass dies auch in den nächsten Jahren so sein werde.

Bildergalerie: 60 Jahre Jugendmusikschule Pforzheim

Zu Beginn des Abends hatten die Posaunisten Cedric Singer-Bayrle, Jerome Sitter und Valentin Oehler die Gäste mit den Stücken „Fanfare Posaunentrio“ und „Joshua Fight The Battle of Jericho“ begrüßt. Es folgten viele weitere hochkarätige Beiträge, die vergessen ließen, dass hier „nur“ Schüler am Werk waren. Besonders schön der Beitrag von Lisa Schran an der Oboe, begleitet von Sophie Mercier am Klavier. Die beiden Schülerinnen spielten eine Sonate von Camille Saint-Saëns. Schran wird nächsten Monat sogar am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Halle teilnehmen.

Erfolgreiche Kooperationen

Neben vielen herausragenden Solisten und Ensembles der Jugendmusikschule zeigten sich auch zwei erfolgreiche Kooperationen. Dazu gehörte das Trio mit dem jungen Klarinettisten Julius Birk. Er wurde begleitet von Frank Morgenstern am Kontrabass und Peter Maisenbacher am Banjo, der vielen von der Penthouse Jazzband bekannt ist. Mitreißend auch die Musik der 20-köpfigen Big Band vom Hebelgymnasium. Unter der Leitung von Joachim Balz brachte der satte Bigband-Sound den Saal zum Vibrieren. Balz dankte der Musikschule, ohne die die Orchesterarbeit nicht möglich wäre.

Ordentlich Dampf ließ auch das Orchester der Jugendmusikschule unter der Leitung von Oliver Scherke in den Saal. Die Streicher spielten zunächst das Stück Palladio, wobei Noah Bahcecioglu das Solo an der Violine übernahm. Beim Michael-Jackson-Medley kam Gänsehautfeeling auf, als die Sänger Gloria Mussago, Karolina Borecki, Jule Burghard und Donovan Noesser abwechselnd die Gesangsparts übernahmen. Mit dem Song „Viva la Vida“ von Coldplay wollte sich das Orchester eigentlich verabschieden. Begeisterter Applaus der Zuhörer sorgte dann allerdings dafür, dass das Lied ein zweites Mal als Zugabe gespielt wurde.

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