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An der Bahnhofstraße 22 war das Polizeirevier Nord untergebracht. Foto: Ketterl
An der Bahnhofstraße 22 war das Polizeirevier Nord untergebracht. Foto: Ketterl
10.12.2015

Aus einstigem Polizeirevier wird ein Gerichtsgebäude

Pforzheim. Was tun mit einer weitgehend leerstehenden Landesimmobilie? Das fragt man sich seit Jahren mit Blick auf das ehemalige Polizeirevier Nord in dem markanten Backsteinbau Bahnhofstraße 22. Es beherbergt nur noch die Fahndungs- und Ermittlungsgruppe (FEG) „Gold“ und die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle. Gewissermaßen „Hausherr“ ist das Pforzheimer Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg – eine Unterabteilung des Finanzministeriums. Die für Bausachen zuständige Abteilungsleiterin Thea Karcher-Kastner bestätigt auf Anfrage PZ-Informationen, wonach für eine Neu-Nutzung derzeit eine Kostenschätzung erstellt werde. Mit dem Ergebnis wird Ende Januar, Anfang Februar gerechnet.

Demnach würden die Auswärtigen Strafkammern des Landgerichts Karlsruhe, die Kammer für Handelssachen des Landgerichts sowie die Nachlass-Abteilungen des Amtsgerichts von der „Gerichtsmeile“ an der Lindenstraße an die Bahnhofstraße umziehen. Auslöser ist die Notariatsreform, die in ihrer Gänze ab 2018 greifen soll: Dann werden alle badischen Amtsnotariate Geschichte sein – und es gibt nur noch private Notare. In der Folge landen die Nachlass-Sachen bei den Amtsgerichten – hätten aber aktuell im Amtsgericht an der Lindenstraße keinen Platz. Weder für Personal noch unzählige Meter Akten.

An der Kapazitätsgrenze ist auch die Staatsanwaltschaft. Mit einem Umzug wäre allen gedient. Mehr lesen Sie dazu am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“.

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