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Erinnerung an erfolgreiche „Restart“-Jahre: die Vollzugsbeamten Lars Toberer (links) und Alexander Deiß nehmen ihren Chef Hubert Fluhr in die Mitte. Foto: Ketterl
Erinnerung an erfolgreiche „Restart“-Jahre: die Vollzugsbeamten Lars Toberer (links) und Alexander Deiß nehmen ihren Chef Hubert Fluhr in die Mitte. Foto: Ketterl
12.08.2015

Aus für Knast-Projekte

Pforzheim. Allzu viele Gelegenheiten werden Lars Toberer und Alexander Deiß nicht mehr haben, ihre Erinnerungsstücke zu präsentieren – denn das von den Justizvollzugsbeamten ins Leben gerufene Projekt „Restart“ wird nach drei Jahren eingestellt. Nicht freiwillig – sondern weil Grün-Rot in Stuttgart entschieden hat, die Jugendvollzugsanstalt an der Rohrstraße umzufunktionieren als Abschiebehaftanstalt (die PZ berichtete). Der Gesetzesentwurf des Innenministeriums muss Ende Dezember erst noch den Landtag passieren.

„,Restart‘ war ein vorbildliches Projekt“, sagt Anstaltsleiter Hubert Fluhr, Chef in Heimsheim und damit aktuell noch der Pforzheimer JVA. Weder er noch seine uniformierten Mitarbeiter, Werkbeamte, Lehrer, Sozialarbeiter oder Pfarrer – von den inhaftierten jungen Männern ganz zu schweigen – wissen, was das Justizministerium mit „bald“ meint, wenn es von der Umwidmung spricht.

Bleibt die Erinnerung an rund 30 Projekte seit April 2012, um Gefangene, denen die Anstalt Lockerungen gewährte, ein Stück weit an das Leben nach dem Knast heranzuführen. Rund 400 Häftlinge nutzten die Gelegenheit hierzu. Sei es ein Besuch bei Firmen wie Härter (Königsbach-Stein) oder Taller connects (Waldbronn) oder die Teilnahme an Benefizläufen wie dem Hoffnungslauf in Bruchsal oder dem „Lauf für das Leben“ im Enzauenpark. Höhepunkt war sicher das Benefizspiel einer gemischten JVA-Fußballmannschaft gegen die KSC-Allstars im September 2013 in Niefern zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. 3000 Euro kamen zusammen. Sowohl die von Eliko gesponserten Trikots als auch ein signierter Wimpel des KSC erinnern an das Spektakel.

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