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An der Haidachstraße ist die Dehnfuge zwischen zwei Häusern in Brand geraten. © Seibel
19.10.2010

Aus qualmender Steckdose wird Dehnfugenbrand

PFORZHEIM.  Es gibt Brände, die sehen auf den ersten Blick so unspektakulär aus, dass man sich als Laie wundert, warum da so viele Feuerwehrautos herumstehen. Aber oft sind es diese Brände ohne lodernde Flammen oder dichte Rauchpilze, die ungleich schwieriger zu löschen sind als ein offenes Feuer. In diese Kategorie fiel der Dehnfugenbrand am Dienstagmorgen an der Haidachstraße. Um 6.25 Uhr ging der erste Alarm ein, in dem eine Bewohnerin von einer qualmender Steckdose berichtete.

Bildergalerie: Schwierig zu löschen: Brennende Dehnfuge zwischen Hauswänden

Die Feuerwehr ging zunächst von einem Schwel- oder Schmorbrand aus. Mit sechs Fahrzeugen fuhren die Helfer zum Brandort, um sich ein Bild zu machen. Dort stellten sie fest, dass zwischen den Hauswänden Dämmmaterial in Brand geraten war. Was sonst dem Wärme- und Schallschutz an Häusern dient, war zu einer Gefahr für das Gebäude geworden.

Da das Material zwischen den Mauern eingearbeitet und nicht frei zugänglich ist, konnte die Feuerwehr Flammen und Glutnester nicht so einfach löschen. Bis 12 Uhr waren die Helfer damit beschäftigt, die Isolierung auf dem Dach zu entfernen, dann die Dehnfugen auszuräumen und mit einem Wasser-Schaummittel-Gemisch zu löschen. Die Bewohner waren dadurch nicht beeinträchtigt. Verletzt wurde niemand. Brandursache und Schadenshöhe sind noch nicht bekannt.