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In viel zu kleinen Pappkartons wurden die zehn Kaninchen im Bereich des Hohbergs ausgesetzt.  Fotos: Privat 
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Mit einer Zahnfehlstellung und einem Abszess kämpft dieses Tier. 

Ausgesetzte Kaninchen schweben in Lebensgefahr

Pforzheim. Auf der Rückbank stapelten sich die Kartons, mit Klebeband verschnürt und mit nur wenigen Luftlöchern versehen, in dem Auto, das am Dienstag dieser Woche auf das Gelände des Tierheim Pforzheim fährt. Ein Bild des Schreckens bietet sich den Mitarbeitern beim Blick in die viel zu kleinen Pappboxen.

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Bildergalerie

Ausgesetzte Kaninchen in schlechtem Zustand

Zehn Kaninchen befinden sich darin – ausgesetzt bei drückender Hitze an einem Feldweg im Bereich des Hohbergs. Sie könnten dort nach Einschätzung der Polizei bereits seit vergangenem Samstag dem Tod entgegen vegetiert sein, bis aufmerksame Spaziergänger auf die Tiere aufmerksam wurden. Sie seien in den Kartons derart zusammengequetscht worden, dass Mitarbeiter und Polizei zuerst fälschlicherweise von neun Tieren ausgegangen waren, teilt Tierheimleiterin Linda Giek mit.  

Nun kämpfen die Mitarbeiter um das Leben und die Gesundheit der neun Männchen und eines Weibchens. „Schlechter Allgemeinzustand, verklebtes Fell, verkotete Pfoten, schmerzhafte Abszesse auf dem Rücken, Augenausfluss, stark verfilzter Genitalbereich“, beschreibt Giek den Zustand der Kaninchen, die zwischen 16 Wochen und einem Jahr alt sein sollen. „Ein Kaninchen mussten wir direkt operieren, da der Rücken vollkommen mit Abszessen versehen war“, fährt sie fort. Das Tier schwebe noch in Lebensgefahr. Gleiches gelte für ein Kaninchen, das wegen einer Zahnfehlstellung und eines Abszesses im Kiefer noch nicht über dem Berg sei.

Hinweise auf den Täter telefonisch an die Polizei unter (07231)1860.

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