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Abgebaut:  Die Linken waren nicht erschienen, mit dem Ende der Mahnwache endete auch der Polizeieinsatz.
Abgebaut: Die Linken waren nicht erschienen, mit dem Ende der Mahnwache endete auch der Polizeieinsatz.
23.02.2009

Außer Spesen nichts gewesen

Alle Jahre wieder: Der rechtsextremistische „Freundeskreis Ein Herz für Deutschland“ und der „Heidnische Sturm“ nutzten den Gedenktag an die Bombardierung Pforzheim für eigene Zwecke – die geistigen Erben der für Krieg und Bombenterror Verantwortlichen hielten ihre so genannte Mahnwache auf dem Wartberg ab. Eine Gegendemonstration gab es nicht.

Nachdem in vergangenen Jahren linke Gruppierungen versucht hatten, die genehmigte Kundgebung zu verhindern, hatte die Polizei wieder erhebliche Kräfte zusammengezogen, um ein Aufeinandertreffen beider Seiten zu verhindern. Allerdings kam es dazu nicht: Eine per Flugblatt auf 15 Uhr auf dem Marktplatz angekündigte Gegenkundgebung scheiterte laut Polizei, weil sich praktisch keine Teilnehmer einfanden. In kleinen Gruppen zogen rund 50 linke Demonstranten durch die City und teils auch in Richtung der offiziellen Gedenkfeier für die Opfer. Am Wartberg kam gegen 20.20 Uhr eine versprengte Handvoll von ihnen an, als die rund 130 Mahnwache-Teilnehmer den Ort bereits verlassen hatten.

Eine Besonderheit aber deutet doch auf eine vorbereitete Aktion hin. Wie Burkhard Metzger als Leiter der Polizeidirektion berichtete, hätten Jugendliche unterhalb des Wartbergs Scheinwerfer auf den Versammlungsort der Rechtsextremisten gerichtet. Die Halogenstrahler seien allerdings entdeckt und beseitigt worden, so Metzger. kli