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Die jungen Choristen sind in ihrem Element.  Foto: Frommer 

Außergewöhnliches Klangerlebnis in der Stadtkirche

Pforzheim. Was für ein Erlebnis! Das Familienkonzert „Morgenstern“ war ein Fest für Augen und Ohren. Schon der feierliche Einzug der jungen Choristen in die Stadtkirche hatte eine ungewöhnliche Choreografie. Die Beleuchtung des Kirchenschiffs wurde stark reduziert – und die knapp 70 Kinder und Jugendlichen bildeten Gruppen, die auf ihren unterschiedlichen Wegen zur Bühne jeweils einem Gleichaltrigen mit Kerzenleuchter folgten, aber zunächst an exponierten Stellen, mitten in der Stadtkirche verharrten.

Der Gesang wechselte nun von Gruppe zu Gruppe; jede trug, von ihrem jeweiligen Standort aus, zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis bei, in dem die räumliche Weite der Kirche geradezu plastisch mitschwang. Alles klappte wie am Schnürchen, kein Kind verlief sich, alle Choristen fanden ihren Platz auf dem mehrgliedrigen Podest, das die Bühne zum Altar hin abschloss. Den Einzug und die kontinuierlich wechselnde Aufstellung beim Gesang hatten Kantorin Heike Hastedt, Sabrina Keller und Anna-Katharina Kalmbach mit ihren Zöglingen seit Oktober geprobt.

Musikalische Substanz

Am Sonntagabend ernteten sie und alle Chorgruppen der Evangelischen Singschule, die Jugendkantorei Pforzheim sowie der Unterstufenchor des Hebel-Gymnasiums den mehr als verdienten „Lohn“: Zuschauer und Mitwirkende, Eltern, Kinder und Jugendliche waren von diesem Konzert zum 1. Advent ausnahmslos und hellauf begeistert.

Zur musikalischen Substanz und Kontur trugen auch anderthalb Dutzend erfahrene Musiker bei: das zwölfköpfige Bläserensemble der Stadtkirche unter Leitung von Christian Künzler, fünf Streicher des Bachorchesters Pforzheim und am Klavier die umtriebige Heike Hastedt. Beim Gesang wechselten sich die Kindergartenkinder der Singschule, der Unterstufenchor und Choristen der Jugendkantorei ab.

Beim Lobpreislied „Abendsegen“ standen zwei jugendliche Solisten im Mittelpunkt: Scholastika Haag und Sören Stutz – beiden gelang überzeugender, fehlerfreier Vortrag mit spontanem Zwischenapplaus. Beim Adventslied „Tochter Zion, freue dich“ stimmten auch die Konzertbesucher mit ein. Nach dem Ausmarsch aller Choristen legte das Bläserensemble alles in ein abwechslungsreiches und rhythmisch anspruchsvolles Weihnachts-Medley, das allen Zuhörern umgehend deutlich machte, was die Bläser leisten können, wenn sie für sich alleine genommen, vergleichsweise frei zum Zuge kommen.

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