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Rami Suliman, (Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde), Edith Drescher (Rektorin Hilda-Gymnasium), Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Andrew Hilkowitz (Dialogbeauftragter der Jüdischen Gemeinde) und Hubertus Welt (Netzwerk für Wertevielfalt Nordschwarzwald) eröffnen die Ausstellung. Foto: Frommer
Rami Suliman, (Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde), Edith Drescher (Rektorin Hilda-Gymnasium), Kulturamtsleiterin Angelika Drescher, Andrew Hilkowitz (Dialogbeauftragter der Jüdischen Gemeinde) und Hubertus Welt (Netzwerk für Wertevielfalt Nordschwarzwald) eröffnen die Ausstellung. Foto: Frommer
09.11.2018

Ausstellung im Hilda-Gymnasium zeigt Fotografien aus Albanien

Pforzheim. Zum albanischen Ehrenkodex „Besa“ gibt es kaum deutschsprachige Publikationen, obwohl er dort noch heute als der höchste ethische Wert gilt. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet der Begriff „ein Versprechen halten“. In der Zeit des Holocaust flüchteten schätzungsweise 1800 Juden aus Deutschland, Österreich, Serbien, Griechenland und Jugoslawien nach Albanien. Dort trafen die Geflüchteten auf die bedingungslose Solidarität der albanischen Bevölkerung, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit. Der heute 86-jährige Fotograf Norman H. Gershman aus Aspen, Colorado, hat vier Jahre lang muslimische Familien fotografiert, die während der Nazi-Diktatur Juden gerettet haben.

Gershmans eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Portraits aus Albanien hat das israelische Holocaust-Museum Yad Vashem zur Ausstellung „Besa: Ein Ehrenkodex“ zusammengefasst.

75 Jahre nach dem Holocaust haben der (heute in Gernsbach, früher in Eutingen tätige) evangelische Pfarrer Hans-Joachim Scholz und Andrew Hilkowitz, der Dialogbeauftragte der Jüdischen Gemeinde Pforzheims, diese Exponate, zusammen mit der nicht minder sehenswerten und aufrüttelnden Ausstellung „Kein Kinderspiel: Kinder im Holocaust – Kreativität und Spiel“ nach Pforzheim geholt. Unterstützung erhielten sie hierbei von Hubertus Welt (Netzwerk für Wertevielfalt Nordschwarzwald), von Kulturamtsleiterin Angelika Drescher und ihrer Schwägerin Edith Drescher (Schulleiterin Hilda-Gymnasium) sowie von Rami Suliman, dem Vorstandsvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Pforzheims. Mehr als 50 großformatige Foto-Tafeln der beiden Ausstellungen sind in der Aula des Hilda-Gymnasiums noch bis zum 23. November 2018 im Rahmen des „Festi-wall für ein friedliches Miteinander“ zu sehen. Für den musikalischen Rahmen sorgten Choristen des Hilda-Gymnasiums.