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Social Angels helfen Rentnern: Jürgen Röser, Karl Röckinger, Burkhard Thost und  Stephan Scholl (von links) am Stand des Projekts „Aktivsein verändert“ in der  Sparkasse.
Social Angels helfen Rentnern: Jürgen Röser, Karl Röckinger, Burkhard Thost und Stephan Scholl (von links) am Stand des Projekts „Aktivsein verändert“ in der Sparkasse. © Ketterl
19.07.2011

Ausstellung in der Sparkasse: Aktive Hilfe verändert Ruhestand

Unter dem Motto „Aktivsein verändert“ haben am Dienstag im Sparkassenhaus Vertreter verschiedener gemeinnütziger Organisationen ihre Projekte vorgestellt. Dazu gehörte die 90-jährige Gerda Görnemann, die im Alter von 80 Jahren angefangen hat, für den Kreisseniorenrat Enzkreis Stadt Pforzheim ehrenamtlich zu arbeiten.

Dieter Zaudtke stellte das Bus & Bahn-Team vor, Gerhard Baral das Kulturhaus Osterfeld, Regine Einfeld vom BUND Nordschwarzwald Modellhaushalte für den Klimaschutz. Renate Poigneée vom Landratsamt Enzkreis warb für individuelle Lernbegleitung, Ralf Gratzer für die Sozialen Dienste bei der Caritas und Gudrun Schikorra-Leidag für ehrenamtliche Bewährungshilfe. Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, freute sich darüber, dass die Sparkasse Pforzheim Calw mit der Social Angels Stiftung ein aktives Netzwerk in der Region vorstelle. Diese Stiftung ist im Jahr 2008 vom Bundesfamilienministerium als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. Von 100 Bürgern in Baden-Württemberg seien 41 ehrenamtlich engagiert, sagte sie.

Die Podiumsgesprächspartner Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald, Karl Röckinger, Landrat des Enzkreises und Jürgen Röser, Vorsitzender der Social Angels Stiftung, machten den gemeinsamen Nenner des Projekts „Aktivsein verändert“ deutlich. Es gehe darum. Unternehmen dafür zu gewinnen, das Bewusstsein für das Übernehmen eines Ehrenamts an die Mitarbeiter heranzutragen.

Unter der Moderation von Ina Gräfin von der Schulenberg, wurde deutlich, dass Mitarbeiter im Laufe ihres langjährigen Berufslebens einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz erwerben. Nach dem Ende der beruflichen Tätigkeit hätten sie oft noch viel Energie, Zeit und gute Ideen, die man in sinnvolle Tätigkeiten investieren könne. Der demographische Wandel werde in den nächsten Jahren in Deutschland vieles, was seither festgefügt erschien, kräftig durcheinanderwirbeln. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig – gerade jetzt könne man auf niemanden verzichten.

Im Anschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit zu Gesprächen an den Ständen der teilnehmenden Organisationen. Dabei wurden die verschiedensten Antworten auf die Frage, welche Fähigkeiten gefragt sind, gegeben. Die Aufgabenpalette reicht vom Liedersingen mit Kindern bis zur geschenkten Zeit für einen einsamen älteren Menschen. Hilfe ist nötig. Egal, ob für herrenlose Tiere ein Zuhause gefunden wird oder Naturschutzflächen zu betreuen sind – „Aktivsein verändert“.

Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Matthias Hautsch und Ira Diehr – unter anderem mit dem Song „When I am 64“. rr

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